• IT-Karriere:
  • Services:

Catalyst und Radeon: AMD will Linux-Treiber zusammenführen

Der proprietäre Catalyst-Treiber soll künftig das gleiche Kernel-Modul wie der freie Linux-Treiber von AMD verwenden. Teile des Userspace sollten aber weiterhin unfrei bleiben, berichtet der US-Dienst Phoronix und beruft sich auf AMD-Entwickler.

Artikel veröffentlicht am ,
Proprietärer und freier Treiber sollen das gleiche Kernel-Modul benutzen.
Proprietärer und freier Treiber sollen das gleiche Kernel-Modul benutzen. (Bild: Alex Deucher, Phoronix)

Statt wie bisher zwei komplett unterschiedliche Grafiktreiber für Linux bereitzustellen, will AMD künftig nur noch einen Linux-Kernel-Treiber pflegen. Dazu sollen der freie Radeon und der proprietäre Catalyst-Code wohl unter dem Namen AMDGPU zusammengeführt werden, wie der US-Dienst Phoronix unter Berufung auf den AMD-Entwickler Alex Deucher berichtet, der die Pläne auf der diesjährigen X.org Developers Conference in Bordeaux vorgestellt hat.

  • Bild: Alex Deucher, Phoronix
  • Bild: Alex Deucher, Phoronix
  • Bild: Alex Deucher, Phoronix
  • Bild: Alex Deucher, Phoronix
Bild: Alex Deucher, Phoronix
Stellenmarkt
  1. Ashampoo GmbH & Co. KG, Rastede
  2. Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München

Demzufolge soll der neue Open-Source-Treiber soviel Code wie möglich upstream bereitstellen und die bestehende Infrastruktur des Grafikstacks unter Linux verwenden. Dazu gehören etwa DRI und DRM sowie die Speicherverwaltung TTM, GBM aus Mesa und das X-Projekt Glamor zur 2D-Beschleunigung. Bestandteile aus Catalyst sollen aber nicht frei verfügbar gemacht werden, vielmehr sollen das neue Kernel-Modul als Unterbau und die freien und proprietäre Userspace-Teile besser aufeinander abgestimmt werden.

Darüber hinaus sollen die Userspace-Bestandteile dreigeteilt werden. Der komplett freie Treiber wird die 3D-Beschleunigung Gallium aus dem Mesa-Projekt verwenden und auch die HSA-Laufzeitumgebung mit dazugehörigen Kernel-Bestandteil sollen freie Software werden. Daneben soll es eine proprietäre Catalyst-Implementierung der Schnittstellen OpenGL und OpenCL sowie der Multimedia-Unterstützung geben. Hinzu kommen könnten APIs und Treiber-Teile, die in den Präsentationsfolien als Fire-Pro-Addons bezeichnet werden und nur falls absolut notwendig überhaupt von AMD erstellt werden sollen.

Nur für neue Grafikchips

Für die Sea-Islands-Architektur hat das Team bereits einen funktionierenden Prototyp, und AMD plant, sämtliche neuen Grafikchipsätze mit dem neuen Treiber zu unterstützen. Der bisherige Radeon-Treiber soll entsprechend keine Unterstützung mehr für neuere und noch nicht veröffentlichte Hardware bekommen.

Um den Plan für alle zufriedenstellend umzusetzen, ruft Deucher Interessierte dazu auf, sich an dem Projekt zu beteiligen. Ziel von AMD sei es, die Zusammenarbeit mit den Upstream-Projekten zu verbessern und sich noch stärker als bisher auf die Open-Source-Bemühungen des Treibers zu konzentrieren. So schlägt der Hacker Jerome Glisse bereits vor, das bisher in Radeon verwendete API zu ändern. Wie und ob das Mantle-API, wie in diesem Sommer angedeutet, mit dem neuen Treiber auch auf Linux zum Einsatz kommen wird, ist nicht klar, da sich das Unternehmen dazu offiziell noch nicht geäußert hat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 289,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. HP 15s Power Notebook für 629,00€, LG 27 Zoll Monitor für 279,00€, Lenovo V155 Laptop...
  3. (aktuell u. a. Emtec X150 SSD Power Plus 480 GB für 51,90€ (Tages-Deal), BenQ EX3203R, 31,5-Zoll...
  4. (u. a. F1 2019 Anniversary Edition für 26,99€, Hitman 2 Gold Edition für 20,99€)

spiderbit 12. Okt 2014

Du hast also ne Stromsparsame Karte, dann wird fuer dich wohl zu 99% sicher nur der...

Seitan-Sushi-Fan 10. Okt 2014

Dann soll's die Konkurrenz doch besser machen. Ja, ich finde Phoronix stellenweise auch...

nille02 09. Okt 2014

Das ist doch bei AMD inzwischen egal. Selbst UVD1 unterstützt man nun auch mit dem FOSS...


Folgen Sie uns
       


Pocketalk Übersetzer - Test

Mit dem Pocketalk können wir gesprochene Sätze in eine andere Sprache übersetzen lassen. Im Test funktioniert das gut, allerdings macht Pocketalk auch nicht viel mehr als gängige und kostenlose Übersetzungs-Apps.

Pocketalk Übersetzer - Test Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

    •  /