Das virtualisierte MacOS installieren

Den ersten Start der virtuellen Maschine erledigt das Skript basic.sh für uns. Nach dem Ausführen des Skripts öffnet sich ein Fenster und wir werden vom Bootmanager Clover begrüßt, der auch bei der physischen Installation von MacOS auf einem Nicht-Mac, dem sogenannten Hackintosh, zum Einsatz kommt. Das Glücksklee-Logo von Clover auf dem Bildschirm zeigt, dass unser virtuelles System erfolgreich gestartet wurde. Wir bestätigen mit Enter den Start des Installationsimages und finden uns im Installationsmenü von MacOS wieder. Alles funktioniert.

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Anstatt direkt mit der Installation loszulegen, wechseln wir in das Disk Utility von MacOS und löschen und formatieren unser zuvor erstelltes virtuelles Speichermedium mit dem Apple Filessystem (APFS). Wir beenden das Programm und starten diesmal mit Reinstall macOS die Installation unseres virtuellen MacOS.

Nachdem wir uns durch ein paar Dialoge geklickt und unser virtuelles Speichermedium als Ziel-Festplatte ausgewählt haben, heißt es erst einmal warten. Denn die Installation von MacOS bedeutet vor allem das Herunterladen jeder Menge weiterer Daten und Software. Je nach Internetleitung kann das sehr lange dauern - uns lässt MacOS zwei Stunden warten und bricht dann die Installation ab. Das könnte jedoch an der wackeligen Internetverbindung unseres ersten Testortes liegen.

Bei einem zweiten Versuch in der Golem.de-Redaktion mit schnellem und stabilem Internet läuft alles wie geschmiert. Nach nicht einmal einer Stunde begrüßt uns der Einrichtungsassistent von MacOS Catalina. Wir stellen fest, dass Apple ähnlich aufdringlich wie Microsoft agiert und uns unbedingt ein Cloud-Konto aufschwatzen möchte. Man muss sich regelrecht darum bemühen, kein Konto zu erstellen. Von Linux sind wir diese ungewollte Unternehmensbindung nicht gewohnt.

Willkommen im virtuellen MacOS

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Dann sehen wir zum ersten Mal den MacOS-Desktop und können die ganzen klassischen Apple-Programme starten, wie beispielsweise den Browser Safari, den Dateimanager oder iMessage, das allerdings nur mit einem Apple-Konto funktioniert. Wir schauen uns erst einmal die Einstellungen an und richten uns das System mit deutscher Sprache und ohne natürliches Scrollen grob ein.

  • MacOS in einer virtuellen Box unter Debian 10. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach dem Start werden wir vom Bootmanager Clover begrüßt. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst das Speichermedium formatieren, dass die Installation starten. (Screenshot: Golem.de)
  •  Unser virtuelles Speichermedium ist gern gesehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Je nach Internetverbindung kann die Installation ewig dauern. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei wackeliger Internetverbindung kann sie sogar abbrechen und man muss von vorne beginnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Am Ende hat es doch geklappt: MacOS Catalina in einer virtuellen Box. (Screenshot: Golem.de)
  • Golem.de im Apple Browser Safari. (Screenshot: Golem.de)
  • Die virtuelle Hardware unseres Macs. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Virt-Manager lassen sich die virtuellen Maschinen steuern und bearbeiten. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Virt-Manager müssen wir noch  unser virtuelles Speichermedium ergänzen. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Arbeitsspeicher lässt sich mit wenigen Klicks erhöhen. (Screenshot: Golem.de)
Golem.de im Apple Browser Safari. (Screenshot: Golem.de)

Danach fahren wir das System wieder herunter und nehmen noch ein paar Einstellungen außerhalb des gestarteten MacOS vor. Als erstes wollen wir einen Eintrag im Virt-Manager anlegen, einem grafischen Verwaltungsprogramm für virtuelle Maschinen. Diesen haben wir vor einiger Zeit mit folgendem Befehl installiert und unserem Nutzer die Rechte zur Verwaltung von virtuellen Maschinen erteilt:

  1. apt install libvirt virt-manager
  2. adduser [nutzername] libvirt

Mit einem Eintrag unserer virtuellen MacOS-Box im Virt-Manager können wir dieses und unsere anderen virtuellen Maschinen mit wenigen Klicks starten oder administrieren. Auch diese Aufgabe haben die Entwickler von MacOS-Simple-KVM für uns vorbereitet. Mit dem Skript make.sh lässt sich der entsprechende Eintrag erstellen.

  1. sudo ./make.sh --add macos.qcow2

Anschließend öffnen wir den nun entstandenen Eintrag macOS-Simple-KVM mit einem Doppelklick im Virt-Manager und wechseln unter Anzeige im neu geöffneten Fenster von Konsole zu Details. Hier klicken wir auf "Gerät hinzufügen", wählen Speicher aus und fügen unser virtuelles Speichermedium macos.qcow2 hinzu. Unter Speicher können wir hier auch den Arbeitsspeicher von 2 GByte auf 4 oder mehr GByte erhöhen. AnschließenD können wir unsere virtuelle MacOS-Maschine starten. Wir werden wieder von Clover begrüßt, wählen die Option MacOS/AFS und starten unser virtuelles MacOS.

  • MacOS in einer virtuellen Box unter Debian 10. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach dem Start werden wir vom Bootmanager Clover begrüßt. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst das Speichermedium formatieren, dass die Installation starten. (Screenshot: Golem.de)
  •  Unser virtuelles Speichermedium ist gern gesehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Je nach Internetverbindung kann die Installation ewig dauern. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei wackeliger Internetverbindung kann sie sogar abbrechen und man muss von vorne beginnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Am Ende hat es doch geklappt: MacOS Catalina in einer virtuellen Box. (Screenshot: Golem.de)
  • Golem.de im Apple Browser Safari. (Screenshot: Golem.de)
  • Die virtuelle Hardware unseres Macs. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Virt-Manager lassen sich die virtuellen Maschinen steuern und bearbeiten. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Virt-Manager müssen wir noch  unser virtuelles Speichermedium ergänzen. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Arbeitsspeicher lässt sich mit wenigen Klicks erhöhen. (Screenshot: Golem.de)
Mit dem Virt-Manager lassen sich die virtuellen Maschinen steuern und bearbeiten. (Screenshot: Golem.de)

Kleine Probleme hatten wir mit unserer Maus: Die Mausgeschwindigkeit unterschied sich zwischen unserem virtuellen MacOS-Fenster und unserem Linux-Hostsystem . Ein Golem.de-Leser wies uns auf einen einfachen Trick hin: Im Virt-Manager muss die virtuelle USB-Maus gelöscht und dafür ein virtuelles EvTouch USB-Grafiktablett angelegt werden. Nach einem Neustart ist das Maus-Problem gelöst.

Alles in allem sind wir erleichtert, dass wir nicht mehr jedes Mal das Macbook aus dem Schrank kramen müssen, sondern mit ein paar Klicks unsere virtuelle Box starten können, wenn wir mal wieder schnell etwas testen wollen.

Nachtrag vom 26. Juni 2020, 13:10 Uhr

Wir haben die Lösung des Maus-Problems nach einem Leserhinweis ergänzt.

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 Catalina und Big Sur: MacOS als virtuelle Maschine unter Linux
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Trockenobst 27. Jun 2020

Den Freunden, den das Gebaren von Apple, die langen Wartezeiten bei Chipupdates und die...

deisi 27. Jun 2020

Also, ich kann es nicht besser, aber meine PS skills sind so schlecht, dass mir Gimp...

1e3ste4 26. Jun 2020

Nun, der VM-Prozess im Container ist vom Rest des Systems isoliert. Docker ist die...

Fish Fingers 26. Jun 2020

Ich bin alter Mac user und Linux Neuling. Mittlerweile habe ich zwei Haswell Laptops mit...

thorben 26. Jun 2020

Also unter Windows und VMware funktioniert das anmelden gut. Hatte das vor einiger Zeit...



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