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Casio Pro Trek WSD-F30 im Test: Wem die Stunde doppelt schlägt

Die Casio Pro Trek WSD-F30 verfügt über ein monochromes und ein farbiges Zifferblatt - und auch im Inneren des militärkompatiblen Wear-OS-Zeitmessers sind eigentlich zwei Smartwatches untergebracht. Diese Vielfalt schafft auch Verwirrung.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Touchdisplay der Pro Trek WSD-F30 von Casio funktioniert sehr gut.
Das Touchdisplay der Pro Trek WSD-F30 von Casio funktioniert sehr gut. (Bild: Golem.de/Katja Höhne)

Die Idee ist reizvoll: Bei Wanderungen oder anderen Aktivitäten an der frischen Luft bleiben der Laptop zu Hause und das Smartphone im Rucksack - zumindest in Deutschland gibt es funklochbedingt in der Wildnis sowieso oft keinen Empfang. Stattdessen können wir alle relevanten Daten mit einer relativ kleinen und ausdauernden Smartwatch am Handgelenk nebenbei abrufen. Gemeint sind unter anderem Höhenmessung mit dem Barometer und die allgemeine Navigation per GPS und Kompass - schließlich wollen wir tatsächlich auf dem Gipfel oder zumindest im Ausflugslokal ankommen.

Inhalt:
  1. Casio Pro Trek WSD-F30 im Test: Wem die Stunde doppelt schlägt
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Einen Teil dieser Aufgaben kann die Pro Trek WSD-F30 von Casio übernehmen. Die Uhr ist als Wearable für harte Einsätze konzipiert und nach MIL-STD-810G zertifiziert - das ist ein Standard des US-Militärs, der hohe Anforderungen an die Widerstandskraft gegen Staub, Beschleunigung, Pilzbefall und ähnliche Gefahren stellt. Außerdem ist die Pro Trek bis zu einem Druck von 5 Bar (50 Meter) wasserdicht.

Eine Besonderheit ist das doppelte Zifferblatt. Die F30 verfügt über ein energiesparendes monochromes LCD-Display direkt über dem OLED-Bildschirm, das bei einer Größe von 1,2 Zoll eine Auflösung von 390 x 390 Pixeln bietet. Beide Zifferblätter gefallen uns besser als beim direkten Vorgänger: Das LCD-Display sieht schicker aus, was auch an mehr dargestellten Informationen liegt. Neben der Zeit und dem Datum stellt es auf Wunsch den Luftdruck, die Höhe und die Kompasspeilung dar.

Das monochrome Display reicht im Alltag aus, es ist in hellen Umgebungen und von der Seite sehr gut ablesbar. Außerdem verbraucht es wenig Energie - dazu später mehr. Den OLED-Touchscreen aktivieren wir im Normalfall durch die typischen Gestenbewegungen. Auch er ist besser als der des Vorgängers, selbst kleine Details wie Straßennamen auf Karten sind problemlos ablesbar.

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Allerdings gilt das nicht bei Sonnenschein, dann müssen wir für Schatten sorgen, um überhaupt etwas erkennen zu können. Richtig blöd: Einige Anzeigen von Apps verwenden dunkelblaue Schrift auf grauschwarzem Hintergrund, was nie gut zu erkennen ist. Trotz dieser Mängel finden wir das doppelte Zifferblatt eine prima Sache, die wir uns zumindest optional auch bei anderen Smartwatches wünschen würden.

Als Betriebssystem hat sich Casio für Wear OS entschieden, aber zusätzlich zu den bekannten Apps und den Benachrichtigungen eigene Anwendungen beigesteuert. Als Anwender müssen wir uns entscheiden, ob wir etwa die Streckendaten einer Radtour mit Google Fit oder der Software von Casio aufzeichnen wollen. Auf den ersten Blick klar erkennbar sind die jeweiligen Vorteile nicht. Letzere ist schöner animiert und spezieller auf die Bedürfnisse beim Wandern, Angeln, Skifahren und einer Reihe weiterer Sportarten ausgelegt. Die doppelten Funktionen sind schlecht bis gar nicht erklärt und machen die Einarbeitung unnötig schwierig.

  • Das LC-Display der WSD-F30 ist immer sichtbar und spart dennoch Energie. (Bild: Golem.de/Katja Höhne)
  • Auf der Pro Trek stehen mehrere Zifferblätter zur Auswahl. (Bild: Golem.de/Katja Höhne)
  • Größenvergleich mit der Fenix 5X Plus von Garmin (unten). (Bild: Golem.de/Katja Höhne)
  • Die Smartwatch von Garmin wird mit Tablets oder Smartphones gekoppelt. (Bild: Golem.de/Katja Höhne)
  • Bei Sonnenlicht muss der Nutzer das Farbdisplay irgendwie abdecken, um etwas erkennen zu können. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
Das LC-Display der WSD-F30 ist immer sichtbar und spart dennoch Energie. (Bild: Golem.de/Katja Höhne)

Auch was die weitergehenden Optionen angeht, wird die Sache zunehmend komplex, weil Profis die Pro Trek per Bluetooth LE 4.1 mit externen Apps von Drittanbietern auf dem Smartphone koppeln können. Zum Wandern wäre das View Ranger, womit beispielsweise Informationen über die Route zwischen den Geräten ausgetauscht werden können. Eine weitere wichtige externe App ist Moment Setter, die Benachrichtigungen über die aktuelle Höhe oder über einen plötzlichen Abfall des Luftdrucks auf die Uhr schickt, um so frühzeitig auf Unwettergefahr hinzuweisen.

Allerdings: Das alles erfordert viel Einarbeitung, was es fast nur für Spezialisten interessant macht. Außerdem gibt es diese Art von Kopplung nur auf mobilen Endgeräten unter Android (ab Version 4.4). Auf Geräten mit iOS (ab 9.3) muss der Anwender mit den Funktionen von Wear OS sowie den auf der Uhr direkt verfügbaren Apps vorliebnehmen.

Nicht nur Zifferblatt und ein Teil der Apps, sondern noch ein drittes Element sind auf der WSD-F30 doppelt ausgelegt: Der Nutzer kann zwei Karten auf die Uhr laden: einmal das von einem Anbieter namens Mapbox vor allem für Wanderungen und Laufeinheiten gedachte Material, zum anderen Karten von Open Street Map. Auf der Pro Trek läuft das so, dass wir - etwa per WLAN - bis zu fünf Kartenabschnitte mit einem Durchmesser von etwa 40 bis 50 km herunterladen können, um sie offline zu verwenden.

Verfügbarkeit und Fazit 
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Labbm 23. Feb 2019

Das sieht aber sehr ruckelig aus.. Darf bei dem Preis eigentlich nicht passieren. Dazu...

Ellkah 22. Feb 2019

Es geht an der Stelle im Text nicht um Benachrichtigungen, sondern um erweiterte Funktionen.


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