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Casemod: Bastler baut PC an 80 kg schweren viktorianischen Heizkörper

Ein rostiger Radiator aus Gusseisen ist nicht die beste Wahl für einen wassergekühlten PC . Wochenlange Arbeit hat sich aber gelohnt.
/ Oliver Nickel
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Der wassergekühlte Radiator-PC ist enorm schwer. (Bild: Youtube/Billet Labs)
Der wassergekühlte Radiator-PC ist enorm schwer. Bild: Youtube/Billet Labs

Gaming-PCs mit Wasserkühlungen sind oft schwer und kaum transportabel. Der britische Youtuber Billet Labs(öffnet im neuen Fenster) hat diese Eigenschaft mit einem Custom-PC-Projekt auf die Spitze getrieben. Er hat seinen Gaming-PC mit einem viktorianischen Heizkörper aus Gusseisen verbunden. Der Build artete zu einem wochenlangen Projekt aus, das Labs in einem Video(öffnet im neuen Fenster) vorstellt.

Ein erstes Problem: Der 80 Kilogramm schwere Heizkörper musste erst einmal von Schlacke und Eisenoxidresten befreit werden. Gusseisen ist bekannt dafür, rostanfällig zu sein. Während mehrerer Tage musste Billet Labs den Radiator immer wieder mit Zitronensäure ausspülen. Zusätzlich baute er eine passende Rohrkonstruktion, die den Wasserkreislauf zwischen Radiator, CPU und Grafikkarte schließen sollte.

RAM in Form feilen

Um das System möglichst dicht zu halten, verlötete der Bastler die einzelnen Rohrstücke miteinander. Außerdem scannte er die Unterseite des Heizkörpers ein, importierte das digitale Abbild in eine CAD-Software und baute sich ein passendes Gerüst, um all die PC-Komponenten an der Unterseite des Radiators aufzuhängen. Später stellte sich heraus, dass nicht nur einer der RAM-Riegel etwas zu groß war. Hier half etwas Feinschliff mit dem Dremel-Tool. Auch musste der Youtuber Luftlecks und andere Probleme lösen. "Ich habe das ganze Projekt fast abgebrochen" , sagt der Bastler im Video.

Schlussendlich konnte er die Maschine aber doch zum Laufen bringen, wenngleich mit relativ langsamem Wasserfluss. Unter Volllast erreicht das System, das mit aufgefülltem Wasser fast 100 Kilogramm wiegt, über 95 Grad Celsius an den CPU-Cores. Allerdings bleibt der PC bis auf einige durch kleine Metallsplitter im Kühlkreislauf fließende Rasselgeräusche leise. Und wer hat schon einen PC, der wie eine Maschine des 19. Jahrhunderts aussieht?


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