Cascade Lake: Intel legt Taktraten der Xeon SP v2 offen

Im Desktop-Segment nennt Intel offiziell keine Frequenzen, für die Server-CPUs hingegen schlüsselt der Hersteller den Takt auf: Die Cascade-Lake-Xeon laufen knapp 1 GHz langsamer, wenn AVX-512-Code verwendet wird.

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Wafer mit Cascade-Lake-Chips
Wafer mit Cascade-Lake-Chips (Bild: Intel)

Intel hat das Specification Update (PDF) für die Xeon Scalable Processors v2 bereitgestellt. Das Dokument führt aus, welche Chips der Hersteller für die einzelnen CPUs verwendet, in welchem Stepping sie gefertigt werden und welche Frequenzen für welche Last vorgesehen sind. Die Daten gelten nur für Cascade Lake SP (Scalable Performance) - das Specification Update enthält keine Taktangaben zu den Cascade Lake AP (Advanced Performance) mit 56 statt 28 Kernen, wohl aber zu den Chips an sich.

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Alle Cascade Lake basieren auf einem von drei Dies: Das XCC (Extreme Core Count) hat 28 Kerne im B1-Stepping, das HCC (High Core Count) 18 in der L1-Revision und das LCC kommt auf 10 in der R1-Variante. Zur Die-Size oder der Transistoranzahl äußert sich Intel wie üblich nicht, sie dürfte sich aber verglichen zu den Skylake SP kaum geändert haben. Intel verkauft die Xeon als Platinum-, Gold-, Silver- und Bronze-Varianten. Hinzu kommen diverse Suffixe wie L für die Unterstützung von Optane Persistence Memory oder U für die Single-Sockel-Varianten.

Für jeden Chip spezifiziert Intel exakte Taktraten im Basis-Boost-Betrieb, abhängig von der auf dem Prozessor aufgeführten Software. Der Xeon Platinum 8280 beispielsweise läuft mit 2,7 bis 4 GHz bei SSE-Code. Wird AVX2 verwendet, sinkt die Frequenz auf 2,2 bis 3,8 GHz, und bei AVX-512 sind es nur noch 1,8 bis 3,7 GHz. Hintergrund ist, dass AVX/512-Code die Vektor-Einheiten thermisch deutlich stärker belastet und daher der Takt sinken muss, um die vorgegebene Leistungsaufnahme von 205 Watt nicht zu überschreiten.

Für das Desktop-Segment gibt es seitens Intel zumindest keine öffentlich einsehbare Liste mit Frequenzen, intern aber schon. Obendrein legt der Hersteller nicht strikt fest, wie hoch die PL1/PL2-Power-Targets auszusehen haben, weshalb ein Core i9-9900K (Test) je nach Mainboard unterschiedlich hoch takten kann.

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