Carsharing: Share Now bereitet Belegschaft auf Entlassungen vor

Beim Carsharing-Anbieter Share Now soll es einen massiven Stellenabbau geben. Das berichtet das Magazin Gründerszene(öffnet im neuen Fenster) . Nachdem zunächst von um die 150 Arbeitsplätzen die Rede war, sollen nach Gesprächen mit dem Betriebsrat nun doch deutlicher weniger Angestellte betroffen sein. Das Unternehmen gehe zum aktuellen Zeitpunkt "in Deutschland von einem Abbau von weniger als 50 Mitarbeitenden aus" , so ein Sprecher von Share Now.
"Wir sind froh, dass wir einen weitergehenden Personalabbau aufgrund von fortschreitenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat sowie einer Vielzahl an weiteren Maßnahmen, unter anderem dem Auslaufenlassen von befristeten Verträgen und sonstigen Einsparmaßnahmen, verhindern konnten" , so ein Sprecher von Share Now.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber Gründerszene zwar die geplanten Entlassungen, widersprach allerdings der genauen Zahl aus diesem Schreiben. Diese sei veraltet. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, sämtliche Einsparungsmöglichkeiten zu prüfen und versuchen alles, um so wenig Personal wie möglich abzubauen" , sagte der Sprecher.
Zuletzt haben bei Share Now über 450 Angestellte gearbeitet. Nach ersten Berichten war in einem Gründerszene vorliegenden Schreiben an den Betriebsrat von Share Now von einer Streichung von 36 Prozent aller Stellen die Rede. Damit wären mehr als 150 Personen betroffen gewesen. Dem Betriebsrat von Share Now sollen die Pläne zur Prüfung vorliegen. Es soll einen Sozialplan geben.
Bei Share Now handelt es sich um ein Joint Venture der beiden Automobilkonzerne BMW und Mercedes-Benz, das aus einer Zusammenlegung ihrer Dienste Drive Now und Car2go entstand. Im Mai 2022 wurde Share Now an das niederländischen Automobilunternehmen Stellantis verkauft . Dieses betreibt mit Free2move ein ähnliches Mietwagenangebot.
Die per App buchbaren Mietwagen von Share Now werden momentan in den acht deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Münster sowie in Wien angeboten. Profitabel war das Geschäft von Share Now(öffnet im neuen Fenster) bislang allerdings nicht.
Nachtrag vom 8. Dezember 2022, 19:14 Uhr
Share Now teilte Gründerszene mit, dass es sich bei der Zahl von 36 Prozent um eine veraltete Information handle. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.



