Carrier Aggregation: Vodafone schaltet 2,6 GHz für schnelles LTE dazu
Vodafone wird mit Technik von Ericsson Frequency Division Duplexing (FDD) und Time Division Duplexing (TDD) kombinieren, um die Download-Geschwindigkeit bei LTE zu erhöhen. Das gab der schwedische Netzwerkausrüster am 25. Juni 2015 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Wie Ericsson erklärte, wurden zwei Träger mit zwei verschiedenen Betriebsarten für schnellere Downlinks zusammengeschaltet (Carrier Aggregation).
Vodafone nutzte bei den Versuchsläufen in seinem portugiesischen Mobilfunknetzwerk 15 MHz im Band 3 für das übliche FDD im 1.800-MHz-Band und 20 MHz im Band 38 für TDD im 2,6-GHz-Band. Es kamen Endgeräte mit Qualcomms Snapdragon-810-Prozessor mit X10 LTE zum Einsatz.
Software-Update der Baseband-Hardware
Die zusätzliche Einführung von TDD in FDD-Netzen erhöhe die Downlink-Kapazität im Netz erheblich, erklärte Ericsson, ohne jedoch konkrete Angaben zu machen. Benötigt wird ein Software-Update der Baseband-Hardware von Ericsson, die bereits im Netz von Vodafone läuft. Die Netz-Software Release 15B von Ericsson unterstützt simultanen Betrieb von LTE-FDD und -TDD.
Nachtrag vom 26. Juni 2015, 9:35 Uhr
Nutzen kann die höhere Datenrate jedoch noch niemand, denn die Endgeräte müssen Carrier-Aggregation und FDD/TDD unterstützen. Solche Smartphones werden erst für Ende des Jahres erwartet. Real wurde bei dem Versuch bei Vodafone in Portugal eine Datenübertragungsrate von 218 MBit/s erreicht, bei theoretisch möglichen 330 MBit/s, sagte Ericsson-Sprecher Lars Bayer Golem.de auf Anfrage.
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