Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Alles dreht sich nur noch um KI

Der Softwarestack für fortgeschrittene Assistenzsysteme (Adas) basiere entlang der gesamten Entwicklung auf KI-Modellen. Dessen erste Version für automatisiertes Fahren werde im vollelektrischen Einstiegsmodell VW ID.Every1 zum Einsatz kommen. Dieser ist für 2027 geplant.

Der Digital Assistant von Cariad soll Absichten und Wünsche des Fahrers verstehen und komplexe Aufgaben wie Reiseplanungen übernehmen. Der Assistent komme erstmals im aktuellen Porsche Macan und Cayenne Electric als Voice Pilot(öffnet im neuen Fenster) zum Einsatz und werde nach und nach in weitere Modelle des Konzerns integriert.

Triple-AI bei Cariad

Da beide Systeme vor allem auf künstlicher Intelligenz basieren, kam der Begriff praktisch in jedem zweiten Satz von Bosch und Konzernchef Oliver Blume vor. "Wir haben Cariad deshalb als Triple-AI-Company definiert", sagte Bosch.

Das bedeute zum Ersten, dass KI "nahtlos, sicher und integriert" in jedes Produkt gebracht werde. Als Zweites werde KI "in jeden Arbeitsprozess" gebracht. Zu guter Letzt wolle Cariad jede Person mit KI "befähigen und qualifizieren". Bosch fügte hinzu: "Das ist die Basis für die Zukunft des Erfolges hier. Und das ist übrigens auch das Rezept, wie wir traditionelle Industrien wie Automobil oder auch Maschinenbau mit Triple-AI, mit unseren traditionellen Produkten, aber KI überall drin, in die Zukunft bringen können."

Autowirtschaft fordert Deregulierung

Ähnlich äußerte sich Blume: "Das Auto wird zum Software-definierten Produkt, kurz SDV, Software Defined Vehicle, und perspektivisch, und das ist der noch größere Schritt, ein KI-definiertes Produkt." In diesem Zusammenhang nutzte Blume die Anwesenheit der Bundestagspräsidentin, um für "die richtigen Rahmenbedingungen" zu werben.

"Im globalen Wettbewerb um Technologie und digitale Souveränität dürfen wir keine Zeit verlieren", warnte Blume und forderte "Regeln, die zur Komplexität und zum Tempo der technologischen Entwicklung passen". Dazu gehörten unter anderem "flexiblere Typgenehmigungen für schnelle Software-Updates, mehr Förderung von Open Source, eine einheitliche, innovationsfreundliche Cloudregulierung und klare, praxistaugliche Datenschutz-Vorgaben".

Wie kaum anders zu erwarten, schloss sich auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) diesen Forderungen an.


Relevante Themen