Cardea Liquid: Team Groups M.2-SSD hat autarke Wasserkühlung

Für M.2-SSDs gibt es vom simplen Aluprofil über aufwendige Kupferlamellen bis zu einem in einen Kreislauf einzubindenden Wasserkühler für Steckkarten schon fast alles, aber das nicht: eine kleine Wasserkühlung, wie Team Group sie für die Cardea-Liquid-SSD nutzt.

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Cardea Liquid SSD
Cardea Liquid SSD (Bild: Team Group)

Auf der Komponentenmesse Computex im Mai 2019 zeigte Team Group die Cardea-Liquid-SSD, mittlerweile ist sie bei ersten Händlern gelistet. Das berichtet Computerbase mit Verweis auf Preisvergleiche wie den Golem-Preisvergleich. Die Cardea Liquid ist die erste SSD im M.2-Format, die mit einer geschlossenen Wasserkühlung ausgeliefert wird, wobei Team Group bis zu 10 Kelvin niedrigere Temperaturen verspricht.

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Die Cardea Liquid entspricht grundlegend der regulären Cardea II, die mit einem kleinen Kühler mit Aluminiumlamellen ausgeliefert wird: Die M.2-2280-SSD wird per PCIe Gen3 x4 angebunden und nutzt das NVMe-Protokoll. Es gibt sie mit bis zu 1 TByte, zum Controller und dem Flash-Speicher äußerte sich Team Group bisher nicht. Die Cardea II und die Cardea Liquid erreichen eine sequenzielle Schreibrate von bis zu 3,4 GByte/s und eine Lesegeschwindigkeit von bis 3 GByte/s.

Bei der sogenannten Wasserkühlung handelt es sich um ein kleines Reservoir, das vom Käufer mit Flüssigkeit gefüllt werden muss. Darunter befindet sich eine Aluminiumplatte, die per Wärmeleitpad mit der SSD verbunden ist und so die Hitze in das Reservoir leitet. Die Idee ist einerseits, dass Flüssigkeit die gleiche Farbe aufweisen kann wie bei einem dedizierten Kühlkreislauf für CPU und GPU, anderseits sorgt die autarke Wasserkühlung wohl tatsächlich für bessere Temperaturen.

Wasser hat einen besseren Wärmekoeffizienten als Luft, zumindest bei temporärer Last könnte die Cardea Liquid also kühler bleiben als die Cardea II und so gegebenenfalls längere Zeit ihre volle Lese- oder Schreibleistung halten. Sobald die Temperatur der Flüssigkeit aber gesättigt ist, bleibt der Vorteil aus. Umgekehrt kühlt Wasser langsamer ab, der positive Effekt könnte sich unter bestimmten Umständen also umkehren. Wie viel teurer die Cardea Liquid als die Cardea II ist, wissen wir nicht - die Version mit 1 TByte zumindest soll 150 Euro kosten. Eine schnellere Samsung 970 Evo Plus gibt es für gut 200 Euro.

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Andere schnelle SSDs haben ebenfalls Kühler mit Aluminiumlamellen, die MP600 von Corsair mit PCIe Gen4 für bis zu 5 GByte/s hat sogar Kupfer-Fins. Wasserkühlungen für reine M.2-SSDs, um diese in einen Kreislauf einzubinden, gibt es zwar nicht, dafür aber solche für PCIe-Adapterkarten wie KryoM.2 von Aqua Computer.

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