Captive-Portals: Das iPhone verrät Cookies
Ein Fehler im Management des iOS-Cookie-Speichers ermöglicht es Angreifern, die Identität der iPhone-Nutzer zu übernehmen. Apple hat den von der israelischen Sicherheitsfirma Skycure gefundenen Bug(öffnet im neuen Fenster) (CVE-2016-1730) mit dem Update auf iOS 9.2.1 mittlerweile behoben.
Die Verwundbarkeit tritt auf, wenn Nutzer sich mit einem WLAN verbinden, das über ein speziell präpariertes Captive-Portal die Zustimmung zu Nutzungsbedingungen abfragt. Das Problem liegt in der Art und Weise begründet, wie iPhones mit Captive-Portals umgehen. Wird die Verbindung mit einem solchen Netzwerk hergestellt, öffnet sich automatisch der integrierte iOS-Captive-Network-Browser, der sich mit der mobilen Version des Safari-Browsers den Cookie-Speicher teilt.
Das Captive-Portal führt automatisch Code aus
Angreifer können demnach ein eigenes WLAN mit Captive-Portal aufbauen. Mit Hilfe von Karma oder Wifigate-Angriffen können sie eine automatische Verbindung mit dem WLAN erzwingen, sobald sich ein Gerät mit angeschaltetem WLAN in Reichweite befindet. Jetzt startet sich automatisch der Browser, um die Portalseite zu öffnen – und führt einen von den Angreifern präparierten Java-Script-Code aus. Mit dem Code können dann zum Beispiel die auf dem Gerät gespeicherten Cookies ausgelesen und für weitere Angriffe missbraucht werden.
Apple wurde nach Angaben der Sicherheitsforscher bereits am 3. Juni 2013 über den Bug informiert. Die Schwachstelle sei recht kompliziert zu schließen gewesen, schreiben die Sicherheitsforscher, loben aber Apples Offenheit bei der Bearbeitung der Probleme.
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