• IT-Karriere:
  • Services:

Capital One: Über 100 Millionen Kunden von Banken-Hack betroffen

Die US-Bank Capital One wurde durch einen "Konfigurationsfehler" bei einem Cloud-Anbieter gehackt. Sensible Daten von Millionen Bankkunden sind betroffen. Durch den Tipp eines Github-Nutzers konnte eine Verdächtige festgenommen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Hat seine Kundendaten nicht im Griff: Capital One
Hat seine Kundendaten nicht im Griff: Capital One (Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images)

Die US-Bank Capital One wurde durch eine "Konfigurationsschwachstelle" bei einem nicht genannten Cloudanbieter gehackt, wie die Bank in einer Stellungnahme schreibt. Insgesamt konnten die Daten von über 100 Millionen Kunden kopiert werden. Eine Verdächtige wurde bereits festgenommen.

Stellenmarkt
  1. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Bauerfeind AG, Zeulenroda-Triebes

Die Verdächtige soll Informationen über den Hack auf Github veröffentlicht haben, schreibt das US-Justizministerium. Bei der 33-Jährigen soll es sich um eine ehemalige Mitarbeiterin von AWS (Amazon Webservices) handeln. Ein Github-Nutzer sah den Post am 17. Juli 2019 und meldete Capital One ein potenzielles Datenleck. Zwei Tage später verifizierte die Bank das Datenleck und schaltete das FBI ein, welches die Verdächtige identifizierte und verhaftete. Auf beschlagnahmten Datenträgern fanden die Ermittler zudem eine Kopie der Capital-One-Daten.

Umfangreicher Datenfundus

Die angebliche Hackerin soll durch eine falsch konfigurierte Web Application Firewall Zugriff auf die Daten von mehr als 100 Millionen US-Kunden der Bank erhalten haben. Zudem seien sechs Millionen Kanadier betroffen. Bei einem Großteil der Daten handelt es sich laut Capital One um Kreditkartenanträge aus den vergangenen zehn Jahren. Dies beinhalte die bei derlei Anträgen "routinemäßig" gesammelten Daten, "einschließlich Namen, Adressen, Postleitzahlen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und selbst gemeldetes Einkommen", erklärt die Bank in einer Stellungnahme. Bei über einer Million der Kunden sei zudem die Sozialversicherungsnummer kompromittiert worden, bei 80.000 zudem die mit einer Kreditkarte verknüpfte Kontonummer.

Auch Kundenstatusdaten, darunter Kreditwürdigkeit-Scores, Kreditlimit, Guthaben, Zahlungsverhalten sowie Kontaktdaten seien betroffen. Auch "Fragmente von Transaktionsdaten aus insgesamt 23 Tagen in den Jahren 2016, 2017 und 2018" seien in dem Datenleck, heißt es in der Stellungnahme.

Angreifer können die Daten beispielsweise zum Identitätsdiebstahl oder für Social-Engineering-Angriffe verwenden. Die Bank kündigte an, die Betroffenen auf verschiedenen Wegen informieren zu wollen sowie einen Schutz vor Identitätsdiebstahl anzubieten. Wie dieser sicherstellen soll, dass die Daten nicht missbraucht werden, verrät die Stellungnahme nicht.

Erst kürzlich konnten Angreifer bei der Freenet-Tochter Vitrado die Daten von 67.000 Nutzern auslesen. Anfang Juli verlangte die britische Datenschutzbehörde eine Strafzahlung von 200 Millionen Euro von der Fluggesellschaft British Airways für ein Datenleck. In der Begründung wurde auf die "schwachen Sicherheitsvorkehrungen" bei der Airline verwiesen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. 20,99€
  3. 1,07€
  4. 4,26€

AllDayPiano 30. Jul 2019

Sehe ich genauso. Solche Daten dürfen nur anständig verschlüsselt in irgendeine Cloud...

Micha_T 30. Jul 2019

Wohl wird es mal zeit das eine behörde falsche identitäten erstellt und dann überprüft wo...


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

Ghost Recon Breakpoint - Fazit Video aufrufen
Social Engineering: Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung
Social Engineering
"Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung"

Prävention reicht nicht gegen Social Engineering und die derzeitigen Trainings sind nutzlos, sagt der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski. Seine Lösung: Mitarbeiter je nach Bedrohungslevel schulen - und so schneller sein als die Kriminellen.
Ein Interview von Moritz Tremmel

  1. Social Engineering Mit künstlicher Intelligenz 220.000 Euro erbeutet
  2. Social Engineering Die unterschätzte Gefahr

Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test: Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen
Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test
Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen

Was passiert, wenn ein 13-Zoll-Notebook ein 15-Zoll-Panel erhält? Es entsteht der Surface Laptop 3. Er ist leicht, sehr gut verarbeitet und hat eine exzellente Tastatur. Das bereitet aber nur Freude, wenn wir die wenigen Anschlüsse und den recht kleinen Akku verkraften können.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Surface Laptop 3 mit 15 Zoll Microsoft könnte achtkernigen Ryzen verbauen

Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien
Neuer Streamingdienst von Disney
Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.
Von Ingo Pakalski

  1. Videostreaming im Abo Disney+ hat 10 Millionen Abonnenten
  2. Disney+ Disney bringt seinen Streaming-Dienst auf Fire-TV-Geräte
  3. Streaming Disney+ startet am 31. März 2020 in Deutschland

    •  /