Capella Space: Satelliten stürzen früher im Orbit ab als erwartet

Das Raumfahrt-Startup Capella hat ein Problem mit seinen Satelliten. Sie erreichen ihre vorgesehene Lebensdauer nicht.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine Illustration eines Satelliten von Capella Space
Eine Illustration eines Satelliten von Capella Space (Bild: Capella Space)

Das Start-up Capella Space hat seit 2018 insgesamt zehn Kleinsatelliten in die niedrige Erdumlaufbahn geschickt. Doch bei einigen dieser Satelliten gibt es Probleme. Sie operieren nicht in der vorgesehenen Höhe oder verglühen früher in der Umlaufbahn als vorgesehen.

Acht der zehn Satelliten stammen aus der Reihe der Whitney-Satelliten. Bereits fünf der Satelliten von Capella Space sind Ende Januar 2023 wieder in die Erdatmosphäre eingetreten – drei von ihnen gehörten zu den Whitney-Satelliten.

Diese Satelliten befanden sich weniger als zweieinhalb Jahre in der Erdumlaufbahn. Der Capella-5-Satellit erreichte nicht einmal eine Lebensdauer von zwei Jahren. Dabei sollten die Satelliten drei Jahre im Erdorbit bleiben.

Derzeit befinden sich noch fünf Kleinsatelliten im erdnahen Orbit. Einige von ihnen haben ebenfalls Probleme.

Erst am 16. März 2023 wurden die beiden Kleinsatelliten Capella-9 und Capella-10 mit dem privaten Raumfahrtunternehmen Rocket Lab in den erdnahen Orbit befördert. Beide Satelliten sollen in einer Höhe von 584 Kilometern beziehungsweise von 588 Kilometern betrieben werden.

Im Antrag vom März 2022 erklärte Capella, dass der Satellit Capella-9 in einer Umlaufbahnhöhe von 525 Kilometern operieren und drei Jahre lang eine Höhe zwischen 475 und 575 Kilometern halten würde. Genau in dieser Höhenlage sollten sich auch die anderen Capella-Satelliten befinden.

Die nächsten Satelliten verglühen ebenfalls zu früh

Doch Capella-7 und Capella-8, die im Januar 2022 gestartet wurden, scheinen jetzt in einer Höhe von weniger als 400 Kilometern zu fliegen. "Wahrscheinlich werden sie [Capella-7 und Capella-8] im September oder Oktober wieder in die Umlaufbahn eintreten", erklärt der Astronom und Analyst Jonathan McDowell bei der Durchsicht der Daten dem Online-Nachrichtenportal Techcrunch. Das könnte auf ein Problem mit dem Antriebssystem oder eine systematische Fehlkalkulation der Anforderungen zurückzuführen sein.

Der CEO von Capella, Payam Banazadeh, bestätigte Techcrunch, dass einige der Satelliten schneller als erwartet deorbitieren. Grund dafür sei "eine Kombination aus erhöhtem Luftwiderstand aufgrund einer viel höheren Sonnenaktivität als von NOAA vorhergesagt und einer geringeren Leistung unseres Antriebssystems eines Drittanbieters als erwartet". Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) ist die Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA. Der besagte Drittanbieter ist das Unternehmen Phase Four.

Innerhalb der nächsten zwölf Monate sollen acht der Acadia-Satelliten der nächsten Generation starten, Acadia-1 voraussichtlich am 31. August 2023. Damit die nächsten Satelliten nicht ebenfalls früher vom Himmel fallen, hat das Unternehmen seine Antriebssysteme für alle zukünftigen Satelliten aufgerüstet.

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