Canvas: Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom

Das Totem als Surface-Dial-Klon und eine Eingabe mit Stift lassen vermuten, dass Dell mit dem Canvas direkt mit dem Microsoft Surface Studio konkurrieren möchte - zunächst auf dem US-Markt. Wir sehen aber eher Ähnlichkeiten mit Wacom-Produkten.

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Das Dell Canvas stellt eine Alternative zu Surface Studio oder Wacom Cintiq dar.
Das Dell Canvas stellt eine Alternative zu Surface Studio oder Wacom Cintiq dar. (Bild: Dell)

Während die Medien noch über das Microsoft Surface Studio berichten, hat Dell auf der Elektronikmesse CES 2017 das Canvas vorgestellt - einen Bildschirm mit Eingabefunktionen von Multi-Touch bis Stifteingabe. Es soll für professionelle Grafikdesigner und digitale Künstler ausgelegt sein. Dem Gerät liegt zusätzlich das sogenannte "Totem" bei, das dem Surface Dial des Surface Studios gleicht.

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Das Konzept dieses Drehrades soll eine neue Art von Bedienung in Bildbearbeitungssoftware ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise das Auswählen von Farbpaletten, Skalieren von Stiftgrößen, Bildzoom oder -drehung und das Wechseln von Werkzeugen durch die Drehung des Rades auf dem jeweiligen Bildschirm.

Auf dem Papier versucht Dell erst gar nicht, mit Microsoft zu konkurrieren. Der 27-Zoll-IPS-Bildschirm des Canvas ist mit 2.560 x 1.440 Pixeln Auflösung bei einem angegebenen Kontrast von 1.000:1 und maximal 290 Candela pro Quadratmeter durchschnittlich ausgestattet. Dafür soll das Gerät 100 Prozent des vom Grafiksoftware-Produzenten Adobe definierten Farbraumes (Adobe RGB) abdecken. Das Gerät kann wahlweise mit Stift, Fingern (Multi-Touch) oder dem angegebenen Canvas-Totem bedient werden.

  • Das Dell Canvas wurde erstmalig auf der CES 2017 vorgestellt. (Bild: Dell)
  • Das Dell Canvas wurde erstmalig auf der CES 2017 vorgestellt. (Bild: Dell)
  • Das Dell Canvas wurde erstmalig auf der CES 2017 vorgestellt. (Bild: Dell)
  • Das Dell Canvas wurde erstmalig auf der CES 2017 vorgestellt. (Bild: Dell)
  • Das Dell Canvas wurde erstmalig auf der CES 2017 vorgestellt. (Bild: Dell)
Das Dell Canvas wurde erstmalig auf der CES 2017 vorgestellt. (Bild: Dell)

Konkurrenz für Wacom statt Microsoft

Ein wichtiges Detail muss bei Dells Canvas beachtet werden: Der Bildschirm kann nicht autark wie Microsofts Surface Studio als All-in-One-Gerät arbeiten. Es ist vielmehr ein eigenständiger Monitor mit integriertem Digitizer für Stifteingaben, der an einen beliebigen Computer angeschlossen wird.

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Damit positioniert Dell das Canvas als direkten Konkurrenten zum Wacom Cintiq. Die Japaner vertreiben bereits seit langem ein Stift-Tablet mit integriertem Bildschirm ohne ernstzunehmende Konkurrenz. Professionelle Grafikdesigner können dabei auch bei Dells Pendant auf Wacom-Technik zurückgreifen. Das Totem könnte als zusätzliches Argument für das Stift-Tablet dienen. Wenn Microsoft die Unterstützung seines Surface Dial weiter ausbaut und damit auch für Wacom-Geräte verfügbar macht, dürfte sich dieser Vorteil jedoch schnell erübrigen.

Gerade auf preislichem Niveau ist die Konkurrenz zu Wacoms Cintiq-Reihe erkennbar. Dell gibt einen unverbindlichen Preis von 1.800 (netto) US-Dollar an. Ein vergleichbares Wacom Cintiq 27QHD Touch wird hierzulande für 2.490 Euro angeboten. Das Canvas wird es ab dem 30. März 2017 vorerst nur auf dem US-Markt zu kaufen geben. Ein Deutschlandstart ist bisher nicht bekannt.

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