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Canva: Softwareunternehmen denkt über 3D nach

Die Visual Suite 2.0 von Canva ist fertig. Golem.de sprach mit dem Produktchef über neue KI-Funktionen und das Integrieren von Übernahmen.
/ Achim Sawall
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(v.l.n.r.): Cliff Obrecht (Co-Founder & COO), Melanie Perkins (Co-Founder & CEO) und Cameron Adams (Co-Founder & CPO) (Bild: Canva)
(v.l.n.r.): Cliff Obrecht (Co-Founder & COO), Melanie Perkins (Co-Founder & CEO) und Cameron Adams (Co-Founder & CPO) Bild: Canva

Canva ist offen für künftige 3D-Funktionen. Das sagte Robert Kawalsky, Global Head of Product des australischen Softwareunternehmens, Golem.de. "Auch wenn wir noch nichts über 3D sagen können, ist dies ein Bereich, über den wir nachdenken, und der für Canva von Bedeutung sein könnte" , sagte Kawalsky. "Abgesehen davon spielt das Feedback unserer Community eine wichtige Rolle bei unseren Produktentscheidungen."

Canvas einfach zu bedienende Programme gelten als Alternative zu der Grafikdesignsoftware von Adobe sowie für Bereiche von Microsoft Office. Magic Studio ist die Toolsammlung für KI-generierte Bilder, Videos, Präsentationen und Texte.

"Unsere KI-Infrastruktur mit mehreren Modellen gibt uns die Flexibilität, modernste Technologien schnell zu integrieren, so dass wir gut aufgestellt sind, um uns mit der Branche weiterzuentwickeln, wenn die Anforderungen und Möglichkeiten wachsen" , erklärte Kawalsky. Bei Canva Create habe man Dutzende von Funktionen eingeführt, die speziell von der Community gewünscht worden seien.

Anfang Dezember stiegen für Nutzer die Preise für das Canva-Teams-Abonnement ab April 2025 von 119,99 auf 300 US-Dollar pro Jahr. Mit einem Jahresumsatz von 3 Milliarden US-Dollar, sieben Jahren konstanter Rentabilität und 5.000 Beschäftigten plant das australische Unicorn den Börsengang. Ein Datum steht jedoch noch nicht fest.

Canva: Übernahmen in Europa

Canva setzte in der Vergangenheit auf Übernahmen. Gegenwärtig könne man aber "keine neuen Akquisitionen ankündigen" , sagte Kawalsky. "Das Fundament unserer europäischen Präsenz wurde durch sechs Akquisitionen in der europäischen Start-up-Kultur gelegt." Im vergangenen Jahr habe man Leonardo.ai übernommen und sei mit der Integration bereits weiter gekommen. Die Integration der Modelle von Leonardo.ai in das Magic Studio von Canva habe die visuellen KI-Fähigkeiten erheblich verbessert. Auch die Übernahme von Affinity habe das Angebot im Bereich Design erweitert und ermöglicht, mit Affinity Inhalte zu erstellen und diese mit Canva breit einzusetzen.

Canva habe inzwischen mehr als 230 Millionen monatlich aktive Nutzer, davon seien 25 Millionen zahlende Nutzer, sagte Kawalsky. Die neue Visual Suite 2.0 wurde Ende vergangener Woche vorgestellt und bietet einem KI-Assistenten die Möglichkeit, Apps mit Eingabeaufforderungen zu erstellen, Unterstützung für Tabellenkalkulationen und Spreadsheets sowie KI-gestützte Bearbeitungstools. Canva AI bietet Texte, Folien, Bilder oder die Bearbeitung von Fotos und die Größenanpassung von Entwürfen per Prompt oder Spracheingabe. Canva AI wird zunächst nur in den USA und Großbritannien verfügbar sein, andere Märkte werden folgen.


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