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Cantact: Open-Source-Platine für Auto-Hacker

Die kleine Platine Cantact samt Software soll das Abgreifen und Analysieren der Daten vereinfachen, die über den CAN-Bus in Fahrzeugen laufen. Cantact soll zwischen 60 und 100 US-Dollar kosten, das Platinenlayout und die Software sind aber auch frei erhältlich.
/ Jörg Thoma
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Die Platine Cantact ist Open Source und bietet eine Schnittstelle zum CAN-Bus in Fahrzeugen. (Bild: Cantact)
Die Platine Cantact ist Open Source und bietet eine Schnittstelle zum CAN-Bus in Fahrzeugen. Bild: Cantact

Um das Hacken des CAN-Busses(öffnet im neuen Fenster) möglichst preiswert zu machen, hat der Entwickler Eric Evenchick die kleine Platine Cantact(öffnet im neuen Fenster) entworfen. Sie bildet eine Schnittstelle zwischen dem CAN-Bus eines Fahrzeugs und einem Rechner. Evenchick präsentiert seinen Entwurf heute auf der Hacker-Konferenz Black Hat Asia in Singapur(öffnet im neuen Fenster). Er will die Platine später selbst verkaufen. Der Preis stehe noch nicht fest, liege aber zwischen 60 und 100 US-Dollar, sagte Evenchick zu Wired(öffnet im neuen Fenster).

Evenchick hat das Layout der Platine aber unter die Open-Source-Hardware-Lizenz(öffnet im neuen Fenster) gestellt und die Leiterbahnanordnung seiner Platine bereits bei Github veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Über eine CAN-kompatible Schnittstelle lässt sich Cantact über ein entsprechendes Kabel mit dem OBD2-Port eines Fahrzeugs verbinden. Die Platine hat auch eine USB-Schnittstelle, mit der Cantact dann mit einem Rechner verbunden werden kann.

Platinenlayout und Firmware sind bei Github

Auf Github hat Evenchick auch die Firmware für den auf der Platine verbauten Microcontroller STM32(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt. Um die Daten zu analysieren, die vom CAN-Bus an die Unified Diagnostics Services (UDS) geschickt werden, verwendet Evenchick die Software OpenOCD(öffnet im neuen Fenster). Bislang sei aber weitgehend Ausprobieren nötig, um herauszufinden, welche Auswirkungen über den Cantact versendete Kommandos auf das jeweilige Fahrzeug haben werden, sagte Evenchick. Er hoffe, dass die Veröffentlichung seines Codes dazu beitragen kann, dass andere Hacker nach und nach Informationen zu verschiedenen Fahrzeugmodellen sammeln und auch teilen.

Evenchick wolle sein Werkzeug deshalb zur Verfügung stellen, damit auch freie IT-Sicherheitsforscher eine preiswerte Lösungen nutzen können, um mögliche Schwachstellen in den digitalen Komponenten zu finden und zu beheben. Im Forum von Canhack(öffnet im neuen Fenster) können sich bereits Interessierte über den CAN-Bus austauschen.


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