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Cyanogenmod lässt grüßen

Dabei belässt es Ubuntu Touch aber nicht. Auch auf andere Komponenten greift es noch zu. Genauer gesagt, verwendet Ubuntu Touch Cyanogenmod, und zwar in der Version 10.0, wie die entsprechende Changelog-Datei verrät. Genutzt wird der Linux-Kernel 3.0.31, der seit Android 4.1 alias Jelly Bean im Einsatz ist. Allerdings hat Canonical laut seinem Porting Guide den Kernel geringfügig angepasst, um eigene Funktionen zu nutzen.

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Die meisten von Ubuntu Touch genutzten Android-Komponenten sind Systemanwendungen, darunter das bereits erwähnte Surfaceflinger. Der Compositing Manager sorgt für die Darstellung von Inhalten auf der Benutzeroberfläche. Auch die OpenGL-ES-2.0-Schnittstelle und Grafiktreiber sowie das Radio Interface Layer (RILD), mit dem das GSM-Modem angesprochen wird, stammen von Android. Ubuntu Touch nutzt Ofono als Schnittstelle für seine Telefon-App.

Libhybris für Bionics

Außerdem nutzt Ubuntu Touch Androids Multimedia-Framework samt Codecs. Langfristig soll aber Gstreamer als Multimedia-Framework dienen. Die Canonical-Entwickler diskutieren bereits auch über ein eigenes DRM-System. Audio wird in Ubuntu Touch von Pulseaudio verarbeitet.

Um auf die Android-Komponenten zuzugreifen, verwendet Canonical die Bibliothek Libhybris, die Android-Bibliotheken lädt und deren Bionic-Symbole mit denen von Glibc überschreibt, damit sie unter Linux genutzt werden können. Libhybris stammt von Carsten Munk, der sie für das Mer-Projet entwickelt hat. Libhybris soll auch künftig verwendet werden, das zumindest legen die Grafiken nahe, die Canonical zu seinem Display Server Mir veröffentlicht hat.

Im Container

Ubuntu läuft in einem Container unter Android. In der Ordnerstruktur von Ubuntu liegen die von Ubuntu Touch genutzten Android-Komponeten im Verzeichnis /system. Aufgefallen ist uns auch das Verzeichnis /data, in dem sich weitere Android-Komponenten befinden, darunter die Dalvik-Engine. Da wir hier einen Hinweis auf von uns installierte Apps entdeckt haben, gehen wir davon aus, dass es sich um ein Backup des Originalsystems handelt.

Ubuntu liegt im Root-Verzeichnis und weist die klassische Unix-Struktur auf. Die Kommandozeilenwerkzeuge stammen von Busybox. Uns ist es auch gelungen, weitere Anwendungen per apt-get zu installieren, etwa den Midnight Commander.

Prozesstabelle

In der Liste der laufenden Prozesse, die wir mit dem Befehl ps ax ausgelesen haben, erhielten wir einen Überblick über die Komponenten, die von Ubuntu Touch verwendet werden, etwa der Networkmanager oder Teile des Evolution-Frameworks, dessen Adressbuch-Komponente wir entdeckten.

Aufgefallen ist uns das offensichtlich als Messaging-Framework verwendete Chewie. Dabei handelt es sich um eine Eigenentwicklung Canonicals, die auf Launchpad als System Settings Menu Service gelistet wird. Zwei weitere laufende Instanzen mit Chewie haben wir noch entdeckt: Chewie-Network-Menu-Server und Chewie-Sound-Menü-Server.

 Canonical: Ubuntu Touch noch nicht ohne AndroidSpracherkennung und Webkit-Browser 
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anonymer1994 09. Mär 2013

Ah, vielen Dank, so geht es! :) Habe nun ssh und ein paar andere Dinge problemlos...

fratze123 08. Mär 2013

Kernanzahl beeinflusst nur die Performance parallel laufender Prozesse (und Threads...

fratze123 08. Mär 2013

Hat Android doch auch?! Android ist doch nicht vielmehr als Linux + JAVA.

dawidw 07. Mär 2013

Bekommt den Ubuntu Touch bald noch einen eigenen Bootloader oder wie jetzt? :D


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