Canonical: Ubuntu pflegt künftig nur noch wenige 32-Bit-Pakete

Statt auf alle Pakete der 32-Bit-x86-Architektur zu verzichten, wird Ubuntu auch in Zukunft wohl eine kleine Menge dieser Pakete weiter pflegen. Damit sollen ältere Windows-Spiele in Wine oder auch Steam weiter genutzt werden können.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Das Fossa dient als Namensgeber für die kommende Ubuntu-Version 20.04.
Das Fossa dient als Namensgeber für die kommende Ubuntu-Version 20.04. (Bild: zoofanatic/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Das kommende Ubuntu 20.04 alias Focal Fossa mit Langzeitsupport (LTS) soll nach dem Willen der Ubuntu-Entwickler künftig nur noch eine stark eingeschränkte Anzahl an 32-Bit-Paketen für x86 (i386) mitbringen, um die Kompatibilität zu bewahren. Dazu zählen etwa Wine und der Steam-Client, welche ursächlich für die Debatte um die 32-Bit-Pakete waren.

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Eigentlich wollte Ubuntu-Sponsor Canonical damit aufhören, i386-Pakete zu bauen. Vor allem von dem Wine-Projekt und von Valve sowie der Spieler-Community wurde das aber massiv kritisiert. Immerhin laufen dann keine 32-Bit-Windows-Spiele mehr auf Ubuntu. Die nun von Ubuntu vorgestellte Lösung soll dies aber eben weiter ermöglichen. Ebenso werden einige weitere spezielle 32-Bit-Anwendungen dadurch künftig nach wie vor unterstützt.

Dazu haben die Entwickler die notwendigen Pakete identifiziert. Von den rund 30.000 Quellcode-Paketen stehen bislang 1.700 auf einer Whitelist für i386-Builds. Diese Whitelist soll künftig auch laut der Ankündigung von Entwickler Steve Langasek die Voraussetzung für weitere i386-Builds sein.

Whitelist nicht endgültig

Zusätzlich dazu gibt es aber natürlich noch viele weitere i386-Binärpakete, deren Quellen bislang nicht in der Whitelist auftauchen. Diese will das Ubuntu-Projekt in naher Zukunft komplett aus dem Paket-Repository für Ubuntu 20.04 löschen. Wer das nicht will, kann sich noch eine Zeit lang bei den Entwicklern melden. Das betrifft sowohl die Betreuer von i386-Paketen in den offiziellen Paketquellen als auch solche, die Software eines Drittanbieters in einem PPA (Personal Package Archive) pflegen.

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Interessenten sollen ihre Gründe für das Beibehalten der 32-Bit-Binärpakete auf der Ubuntu-Release-Mailingliste oder im Chat mit den Entwicklern darlegen. Werden die genannten Gründe von den Entwicklern akzeptiert, landen die Pakete ebenfalls auf der Whitelist und damit in Focal Fossa.

Bis zur geplanten Massenentfernung der i386-Binärdateien dauert es aber noch ein wenig: Laut Langasek will man zunächst noch die projekteigene Infrastruktur für Pakettests anpassen, um die 32-Bit-Bibliotheken auf einem 64-Bit-Host zu testen. Das sei auch die Umgebung, auf der die 32-Bit-Pakete meist zum Einsatz kommen.

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sambache 05. Dez 2019

Ich kenne kein einziges mit PAE Support. Nenn mir bitte ein paar von den tausenden.

Anonymer Nutzer 05. Dez 2019

am thema vorbei. hier geht es um 32 BIT pakete für 32 BIT anwendungen, die auf einem 64...

Megusta 03. Dez 2019

Es geht um die Gamer, die wollen nicht auf Ubuntu 14.04 Team Fortress 2 offline spielen...

Anonymer Nutzer 02. Dez 2019

so lange es funktioniert, ist es doch egal und wenn etwas nicht funktioniert, dann...



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