Canonical: Ubuntu One wird beendet

Der Dateispeicher und -Synchronisationsdienst Ubuntu One wird von Canonical beendet. Mit der Konkurrenz könne das Unternehmen nicht mehr mithalten, die Backends sollen aber Open Source werden.

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Canonical beendet Ubuntu One.
Canonical beendet Ubuntu One. (Bild: Canonical)

Canonical wird den Dateispeicher und -Synchronisationsdienst Ubuntu One zum 1. Juni einstellen, wie Geschäftsführerin Jane Silber im Unternehmensblog bekanntgibt. Die dazugehörigen Anwendungen werden auch nicht mehr in Ubuntu 14.04 LTS verfügbar sein. Dafür verspricht Canonical den Code des Backends.

Das Unternehmen habe mittlerweile andere strategische Interessen, in erster Linie das Erstellen des "besten konvergenten Desktops für Smartphones, Tablets und Desktops". Dieses Ziel ist aber noch längst nicht erreicht, da Unity 8 mit Mir immer wieder verschoben wurde.

Daten noch bis Ende Juli

Darüber hinaus könne Canonical nicht auf wirtschaftliche Weise mit vergleichbaren Angeboten konkurrieren, die regelmäßig zwischen 25 und 50 GByte kostenlosen Speicherplatz anbieten. Um damit, insbesondere auch weltweit mithalten zu können, wären erheblich mehr Investitionen nötig, als Canonical zu tätigen bereit sei.

Ab sofort ist es nicht mehr möglich, Musik oder Speicherplatz über Ubuntu One zu erwerben. Der Dienst selbst wird am 1. Juni abgeschaltet, Nutzer sollen ihre Daten aber noch bis Ende Juli herunterladen können, danach werden diese gelöscht. Nicht davon betroffen seien das Ubuntu One Single-Sign-On, Bezahlungen über Ubuntu One sowie der Backend-Datenbank-Dienst.

Bereits geleistete Zahlungen wird Canonical erstatten, Kunden sollen darüber informiert werden. Details zur Offenlegung des Quellcodes des Dienstes sollen ebenfalls folgen.

Seit einiger Zeit sucht Canonical nach anderen Einnahmequellen für das kostenlos bereitgestellte Betriebssystem, wie etwa die Integration von Drittanbietern und Diensten wie der Amazon-Suche in die Unity-Oberfläche.

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