Canonical: Ubuntu halbiert Supportzeit für Zwischenversionen

Ubuntu-Varianten, die zwischen den LTS-Versionen (Long Term Support) veröffentlicht werden, sollen künftig nur noch neun Monate lang mit System-Updates versorgt werden. Stattdessen wollen die Ubuntu-Entwickler Updates für einzelne Pakete schneller in die Softwarequellen einpflegen. Der Anwender muss dabei nicht immer gleich das ganze System aktualisieren, sondern erst dann, wenn der Support ausläuft.
Gleichzeitig soll damit die Entwicklung allgemein beschleunigt werden. Das haben die Mitglieder des Ubuntu Technical Board einstimmig beschlossen(öffnet im neuen Fenster) . Das Entscheidungsgremium folgt damit dem Vorschlag des Ubuntus-Mäzens Mark Shuttleworth(öffnet im neuen Fenster) und erteilt gleichzeitig den Vorschlägen eine Absage, Ubuntu auf ein Rolling-Release-Modell umzustellen .
Neue Pakete statt Systemupdates
Canonical will mit der Umstellung den Ergebnissen eigener Untersuchungen Rechnung tragen, wonach Anwender meist gleich nach der Veröffentlichung einer der halbjährlich erscheinenden Zwischenversionen ein Systemupdate durchführen. Die freigewordenen Kapazitäten wollen Ubuntu-Entwickler nutzen, um einzelne Softwarepakete, die upstream aktualisiert worden sind, schneller in Ubuntus Softwarequellen einzupflegen, sofern sie nicht Änderungen an wesentlichen Bestandteilen des Systems nach sich ziehen. Das gilt beispielsweise auch für den Linux-Kernel, der bislang erst mit einem kompletten Systemupdate in einer aktuelleren Version angeboten wurde.
Die Änderungen sollen mit der Veröffentlichung von Ubuntu 13.04 alias Raring Ringtail im April 2013 in Kraft treten.
Auf die Supportzeit für LTS-Versionen soll die Entscheidung keinen Einfluss haben. Sie werden weiterhin fünf Jahre lang mit Updates versorgt und sollen alle zwei Jahre veröffentlicht werden.



