Canonical: Ubuntu 19.10 soll ZFS auf Root-Partition unterstützten

"Wir wollen ZFS auf der Root-Partition als experimentelle Option im Installer unterstützen" , schreibt der Entwickler Didier Roche im Ubuntu-Blog(öffnet im neuen Fenster) über die kommende Version 19.10 alias Eoan Ermine. Das sei zwar zunächst nur für die Desktop-Variante geplant, die Technik könne künftig aber auch auf die Server-Variante ausgeweitet werden.
Wirklich überraschend ist diese nun erste offizielle Ankündigung der Pläne für die Nutzung des Dateisystems nicht. So hat Roche bereits Anfang dieses Jahres in den wöchentlichen Updates zu den Arbeiten des Ubuntu-Teams entsprechende Experimente angekündigt . Darüber hinaus hat der Entwickler erst vor wenigen Wochen weitere technische Details der geplanten Umsetzung vorgestellt .
Die nun geplante Unterstützung sei aber noch als experimentell zu betrachten, schreibt Roche. "Wir möchten die Menschen nicht dazu ermutigen, es schon auf Produktionssystemen zu verwenden" , heißt es weiter, es könne zu Datenverlust kommen. Interessierte Nutzer sollen aber damit herumspielen und die Technik testen.
Ubuntu-Sponsor Canonical forciert bereits seit einigen Jahren die Arbeiten an der Nutzung von ZFS. So werden etwa seit Ubuntu 16.04 kompilierte Treiber für das Dateisystem verteilt. In der Linux-Community herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, ob dies überhaupt legal ist.
Laut Meinung einiger Entwickler und Juristen ist die von ZFS genutzte CDDL nämlich nicht zur GPL des Linux-Kernel kompatibel, so dass der Treiber nicht mit dem Kernel als Binärcode vertrieben werden dürfte. Canonical ist natürlich anderer Meinung und handele "in Übereinstimmung mit den Bedingungen beider Lizenzen" .



