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Canonical: Telekom tritt Beratergruppe für Ubuntu Touch bei

Canonical hat die Beratergruppe Carrier Advisory Group gegründet, die bei der Entwicklung von Ubuntu for Phones helfen soll. Mitglied ist unter anderem die Deutsche Telekom.
/ Jörg Thoma
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Eine Gruppe von Mobilfunkanbietern soll bei der Verbreitung von Ubuntu Touch helfen. (Bild: Canonical)
Eine Gruppe von Mobilfunkanbietern soll bei der Verbreitung von Ubuntu Touch helfen. Bild: Canonical

Um die Entwicklung von Ubuntu Touch voranzutreiben, hat Canonical eine Beratergruppe gegründet(öffnet im neuen Fenster), die aus zahlreichen Mobilfunkanbietern besteht, darunter die Deutsche Telekom. Ziel der Carrier Advisory Group (CAG) ist es, Ubuntu Touch für den Einsatz als Smartphone-Plattform zu optimieren und verbreiten.

Zu den weiteren Mitgliedern gehören bislang der britische Mobilfunkanbieter Everything Everywhere, Korea Telecom, LG UPlus, Portugal Telecom, die südkoreanische SK Telecom, Telecom Italia und ein nicht näher benannter spanischer Anbieter, bei dem es sich vermutlich um Telefónica handelt, dem Mutterkonzern von O2. Ein US-Konzern fehlt bislang, lediglich die Deutsche Telekom hat mit T-Mobile einen Zugriff auf den Markt in den USA.

Gegen Fragmentierung, für Verbreitung

In regelmäßigen Treffen sollen die Mitglieder über HTML5-Standards in Ubuntu Touch, entsprechende Appstores und Marktplätze für Inhalte, Zahlungssysteme, Affiliate und Partnerprogramme, Anpassungen an bestimmte Geräte und die gleichzeitige Vermeidung von Fragmentierung sowie Marktsegmentierung und Positionierung beraten.

Im Gegenzug verspricht Canonical den Mitgliedern der Carrier Advisory Group einen exklusiven Vorabzugriff auf Informationen um Entwicklungsstand von Ubuntu for Phones oder Ubuntu Touch sowie eine Partnerschaft bei der Vorstellung der ersten Version von Ubuntu Touch auf Smartphones. 2014 sollen die ersten Geräte mit Ubuntu Touch auf den Markt kommen.

Noch nimmt die Carrier Advisory Group neue Mitglieder auf. Canonical will jedoch ab Mitte Juli 2013 keine weiteren Anträge zur Mitgliedschaft annehmen.

Entwicklung im Alleingang

Canonical will bis 2014 das Debian-basierte Linux-Betriebssystem Ubuntu für den Einsatz auf Smartphones und Tablets weitgehend fertig entwickelt haben. Das sieht ein Zeitplan vor, den der Ubuntu-Hersteller im März 2013 veröffentlicht hat. Mit der Ankündigung, für Ubuntu Touch den eigenen Displayserver Mir zugunsten des Wayland-Projekts zu entwickeln, sorgte Canonical in den vergangenen Monaten für Unruhe in der Open-Source-Gemeinde und einen offenen Streit mit der KDE-Community, deren Mitglieder den Desktop ebenfalls für mobile Geräte optimiert haben.

Noch benötigt Ubuntu Touch Android als Hardwareschnittstelle. Später will Canonical aber auch diese durch einen eigenen Hardwarestack ersetzen.


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