Canonical: Neue Entwicklerplattform für Apps ohne Plattform
Canonicals Community Manager Jono Bacon hat die aktuellen Pläne für Änderungen an der Entwicklerplattform für kombinierte mobile und Desktop-Ubuntu-Plattformen konkretisiert. Die SDK soll eine bessere HTML5-Integration bieten und das komplette Ubuntu-API per Javascript offenlegen. Außerdem soll es bald einen Tablet- und Smartphone-Emulator geben. Neben QML soll auch Googles Programmiersprache Go unterstützt werden.

Das in der SDK integrierte Cordova-API(öffnet im neuen Fenster) soll erweitert werden und damit sämtliche Hardware und Sensoren auf mobilen Geräten unterstützen. Über das erweiterte API können Entwickler per Javascript auf Onlinekonten, den Content Hub sowie das App-Lifecycle zugreifen, mit dem die Aktivität einer Applikation bestimmt wird. Nebenbei wird auch das Chromium-Content-API in Ubuntu namens Oxide nochmals überarbeitet und soll jetzt schneller laufen.
Kein konkreter Erscheinungstermin
Die Benutzeroberfläche der SDK soll ebenfalls nochmals verbessert werden – auch unter Berücksichtigung der zahlreichen Vorschläge der Benutzer, schreibt Bacon in seinem Blog. Künftig sollen in der SDK auch extern kompilierte Dateien, etwa C++-Plugins, in die App-Pakete miteingebunden werden.
Die Pläne für die Änderungen seien auf einem Treffen der beteiligten Entwickler verabschiedet worden. Allerdings gibt es noch keinen konkreten Erscheinungstermin für die neue Version. Immerhin hatte Canonical bereits im November 2013 eine Vorabversion des Emulators vorgestellt.
Noch keine Plattform
Trotz der geplanten Verbesserungen in der SDK können Entwickler ihre dort entwickelten Apps aber bislang nicht anbieten, da die entsprechenden Plattformen noch gar nicht zur Verfügung stehen und es wohl so bald auch nicht werden. In seinem Blog schreibt Bacon, dass es in Ubuntu 14.04 zwar eine experimentelle Version von Unity 8 geben soll, die allerdings noch nicht vollkommen funktionsfähig sein wird.
Auch Canonicals Pläne, Ubuntu auf mobilen Geräten anzubieten, bleiben vage. Zunächst hatte Mark Shuttleworth vermeldet, dass es bereits Gespräche mit Hardwareherstellern gibt und erste Smartphones mit Ubuntu für 2014 geplant seien. Dem widersprach Bacon Mitte Januar 2014. Er wäre überrascht, wenn es solche Geräte noch vor 2015 gebe. Auch die geplante Möglichkeit, ein Smartphone mit Ubuntu auch als Desktop mit einem angeschlossenen Monitor zu verwenden, werde erst konkret, wenn entsprechende Hardwarehersteller gefunden seien, sagte Bacon im Januar.
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