Abo
  • Services:
Anzeige
Mir wird wohl erst 2016 in der Desktopversion von Ubuntu als Standard eingesetzt.
Mir wird wohl erst 2016 in der Desktopversion von Ubuntu als Standard eingesetzt. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Canonical: Mir in Ubuntu abermals verschoben

Canonicals eigener Displayserver Mir wird vermutlich erst in Ubuntu 16.04 als Standard eingesetzt. Bereits im November 2013 hatte Canonical bekanntgegeben, dass der Displayserver nicht stabil genug sei, um in Ubuntu 14.04 eingesetzt zu werden.

Anzeige

Mir wird womöglich erst in Ubuntu 16.04 als Standard eingesetzt. Das sagte Canonical-Gründer Mark Shuttleworth in seiner Keynote auf der halbjährlichen virtuellen Ubuntu-Konferenz. Sobald Mir grundsolide funktioniere, werde es in der Desktopvariante von Ubuntu den X-Server ersetzen. Das sei vermutlich erst im April 2016 der Fall, dem Erscheinungstermin von Ubuntu 16.04.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Zeitplan für Canonicals eigenen Displayserver Mir verschoben wird. Vor einem Jahr hatte Canonical überraschend die Entwicklung einer eigenen Alternative für den Displayserver Wayland bekanntgegeben. Einer der Gründe sei die schleppende Entwicklung von Wayland, hieß es damals.

Noch nicht stabil

Zunächst sollte eine bereits stabile Mir-Version in Ubuntu 13.10, also im Oktober 2013 erscheinen. Die gibt es zwar, allerdings ist sie kaum brauchbar und leistungsfähig. Im November 2013 verkündete Canonical - wenig überraschend -, dass Mir sowie die dazugehörige Version 8 des Unity-Desktops nicht die nötige Stabilität habe, um in Ubuntu 14.04 LTS eingesetzt zu werden.

In der mobilen Version von Ubuntu soll Mir allerdings bereits auf den für Ende 2014 geplanten Smartphones laufen. Offenbar arbeiten die Entwickler vornehmlich an dieser Version und ordnen der Desktopvariante eine niedrige Priorität ein. In Shuttleworths Keynote lag der Fokus auf der mobilen Version von Ubuntu.

Mehr Probleme als gedacht

Mit den anfangs von Canonical angeführten Argumenten gegen Wayland zog das Unternehmen viel teils harte Kritik aus der Linux-Entwickler-Gemeinschaft auf sich. Dies hat unter anderem zur Folge, dass Canonical die Mir-Anpassungen an die Toolkits oder auch an die Bibliothek Mesa selbst pflegen muss, da diese von den Maintainern nicht in die Hauptzweige aufgenommen werden.

Außerdem haben die Canonical-Entwickler auch mit vielen technischen Problemen während der Entwicklung von Mir und dem auf Qt 5 und QML aufbauenden neuen Desktop Unity 8 zu kämpfen. Mir sollte eigentlich bereits mit Ubuntu 13.10 standardmäßig in die Distribution integriert werden. Da aber die Zwischenschicht zum X-Server, XMir, nicht zufriedenstellend arbeitete, verzichtete das Team darauf. Der Kernel-Entwickler Matthew Garrett schob die immer wieder auftauchenden Verzögerungen auf den zu großen Smartphone-Fokus bei der Entwicklung.

Trotz allem ist sowohl Unity 8 als auch Mir bereits in den Paketquellen von Ubuntu 13.10 enthalten, das wird auch in Ubuntu 14.04 alias Trusty Tahr der Fall sein. So sollen interessierte Nutzer die neuen Techniken ausprobieren können.


eye home zur Startseite
Thaodan 18. Mär 2014

Gerade Spiele und Video Anwendungen nutzen den Display Server direkt.

fesfrank 16. Mär 2014

wer zwingt euch eigendlich ubuntu zu benützen ??????

blackout23 15. Mär 2014

Ja da werden sich die Leute die vom 12.04 LTS auf 14.04 LTS updaten sich sicher freuen...

BuergerB42 15. Mär 2014

Ich habe mich derweil mit XFCE angefreundet. Nach Unity hatte man ja auch keine andere...

Gormenghast 14. Mär 2014

Bei den Stichworten Mir, Unity, Qt und QML wird es für mich immer unbegreiflicher, dass...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster
  2. Bundesversicherungsamt Referat 811, Bonn
  3. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  4. accantec consulting ag, Frankfurt am Main


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 18,01€+ 3€ Versand
  2. ab 649,90€
  3. 56,08€ (Vergleichspreis ab ca. 65€)

Folgen Sie uns
       


  1. HHVM

    Facebook konzentriert sich künftig auf Hack statt PHP

  2. EU-Datenschutzreform

    Bitkom warnt Firmen vor Millionen-Bußgeldern

  3. Keybase Teams

    Opensource-Teamchat verschlüsselt Gesprächsverläufe

  4. Elektromobilität

    In Norwegen fehlen Ladesäulen

  5. Metroid Samus Returns im Kurztest

    Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin

  6. Encrypted Media Extensions

    Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

  7. TP Link Archer CR700v

    Einziger AVM-Konkurrent bei Kabelroutern gibt auf

  8. Sparc M8

    Oracles neuer Chip ist 40 Prozent schneller

  9. Cloud

    IBM bringt die Datenmigration im 120-Terabyte-Koffer

  10. Fire HD 10

    Amazon bringt 10-Zoll-Full-HD-Tablet mit Alexa für 160 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS
  2. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro
  3. Apple iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich drahtlos laden

Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

  1. Re: Fire HD 10: Ganz schön teuer

    iKnow23 | 17:34

  2. Packt bloß nicht das Teaserbild in die...

    the_second | 17:33

  3. Re: Die Idee dahinter ist die Unfähigkeit...

    bolzen | 17:32

  4. Re: ob sich wirklich jemand 1200¤...

    Bruce Wayne | 17:31

  5. Re: SFTP ist kein FTP

    AgentBignose | 17:29


  1. 17:01

  2. 16:46

  3. 16:41

  4. 16:28

  5. 16:11

  6. 16:02

  7. 15:50

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel