• IT-Karriere:
  • Services:

Canonical: Mathew Garrett gegen Kombinierung von CLAs und GPLv3

Zwar veröffentlicht Canonical Ubuntu Touch und seinen Displayserver Mir unter der GPLv3. In Kombination mit den CLA könnte der Ubuntu-Hersteller seine Komponenten des mobilen Betriebssystems jedoch problemlos unter eine proprietären Lizenz stellen, befürchtet Matthew Garrett.

Artikel veröffentlicht am ,
Matthew Garrett kritisiert Canonicals Lizenzpolitik.
Matthew Garrett kritisiert Canonicals Lizenzpolitik. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Die Diskussion über Canonicals eigenen Displayserver Mir und sein mobiles Betriebssystem Ubuntu Touch reißt nicht ab: Matthew Garrett befürchtet, dass Canonical Teile von Ubuntu Touch relizenzieren könnte, wenn Hersteller dies verlangen. Zwar steht auch der von Canonical initiierte Displayserver Mir unter der GPLv3. Durch die Contributers License Agreements (CLAs), mit denen Entwickler die Rechte an ihren Code-Beiträgen an Canonical abtreten, kann der Ubuntu-Hersteller als alleiniger Copyright-Inhaber den Code auch unter anderen Lizenzen vertreiben.

Stellenmarkt
  1. AKKA, Neu-Ulm
  2. monari GmbH, Gronau

Der Kernel-Entwickler und Urheber des Bootloaders für UEFI- und Secure-Boot-Hardware Matthew Garrett sieht darin eine Unterwanderung der GPLv3. Einerseits nutzt und propagiert Canonical die freie Lizenz, anderseits will der Ubuntu-Hersteller sein mobiles Betriebssystem in einem Markt etablieren, den Garrett als tendenziell GPL-feindlich bezeichnet. Unter dem Zwang der Hersteller könnte Canonical dann seinen Code unter proprietäre Lizenz stellen und so gegen die Open-Source-Community arbeiten.

Konkurrenz unerwünscht?

Stattdessen entstehe eine Situation, in der Canonical "scheinbar versucht, jegliche Konkurrenz auszuschalten und es unmöglich macht, eigene modifizierte Versionen seiner Software im gleichen Marktsegment zu verkaufen." Canonical verhalte sich dabei nicht amoralisch und mache auch nichts Illegales. Wenn sich Canonical aber die Rechte vorbehalte, proprietäre Versionen seiner Software zu vertreiben, ohne reziproke Rechte zu genehmigen, sei das nicht mit dem Geist freier Software vereinbar.

"Vor allem dann nicht, wenn Canonical externe Entwickler aus einem Markt ausschließt, in dem das Unternehmen selbst seinen Code verkauft", schreibt Garrett in seinem Blog.

Canonical wird seit dem Bekanntwerden seines Mir-Projekts mehrfach vorgeworfen, der Ubuntu-Hersteller spalte die Open-Source-Community. Canonical-Entwickler hatten dabei zunächst das alternative Wayland-Projekt öffentlich und fälschlich kritisiert. Außerdem befürchten Teile der Community, dass Mir nur Ubuntus eigenen Unity-Desktop unterstützen wird und Alternativen wie KDEs Plasma oder Gnome aussperrt. Der Canonical-Mäzen hatte mehrfach versucht, diese Befürchtungen zu zerstreuen, allerdings dabei ungenügende technische Details geliefert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Marvel's Spider-Man PS4 für 11,99€ inkl. Versand, Alphacool Eisbaer LT360 CPU für 93...
  2. (u. a. Forza Horizon 4 (Xbox One / Windows 10) für 28,49€ und Total War - Three Kingdoms für 22...
  3. (u. a. iRobot Roomba Saugroboter für 271,97€, LG OLED65B9DLA für 1.656,19€, Apple AirPods Pro...

Jemand85 12. Jul 2013

> ganz genau das ist der grund warum canonical das macht. wenn man ernsthaft So etwas...

Seitan-Sushi-Fan 21. Jun 2013

Welche vielen Benutzer? Red Hat macht >1 Milliarde US-Dollar jährlich. Canonical nicht...

Seitan-Sushi-Fan 21. Jun 2013

Kommentiert ihr alle eigentlich, ohne den Blog gelesen zu haben? Im Post ist doch...

Seitan-Sushi-Fan 21. Jun 2013

Nein. Es geht um keinen Spaltungsvorwurf. Es geht um Asymmetrie. Mir ist kein Wayland...

oleid 20. Jun 2013

Wie du selbst zitiert hast: "Canonical can relicense contributions under a proprietary...


Folgen Sie uns
       


Asus-Gaming-Monitor mit 43 Zoll Diagonale - Test

Zwar ist der PG43UQ mit seinen 43 Zoll noch immer ziemlich riesig, er passt aber zumindest noch gut auf den Schreibtisch. Und dort überrascht der Asus-Monitor mit einer guten Farbdarstellung und hoher Helligkeit.

Asus-Gaming-Monitor mit 43 Zoll Diagonale - Test Video aufrufen
Materiejets aus schwarzem Loch: Schneller als das Licht?
Materiejets aus schwarzem Loch
Schneller als das Licht?

Das schwarze Loch stößt Materie mit einer Geschwindigkeit aus, die wie Überlichtgeschwindigkeit aussieht.
Ein Bericht von Andreas Lutter

  1. Oumuamua Ein ganz normal merkwürdiger interstellarer Asteroid

Mehrwertsteuersenkung: Worauf Firmen sich einstellen müssen
Mehrwertsteuersenkung
Worauf Firmen sich einstellen müssen

Wegen der Mehrwertsteuersenkung müssen viele Unternehmen in kürzester Zeit ihre Software umstellen. Alle möglichen Sonderfälle müssen berücksichtigt werden, der Aufwand ist enorm.
Von Boris Mayer

  1. Raumfahrt Vega-Raketenstart während Corona-Ausbruchs verschoben
  2. Corona Google und Microsoft starten Weiterbildungsprogramme
  3. Kontaktverfolgung Datenschützer kritisieren offene Gästelisten

IT-Fachkräftemangel: Es müssen nicht immer Informatiker sein
IT-Fachkräftemangel
Es müssen nicht immer Informatiker sein

Die Corona-Pandemie scheint der Digitalisierung tatsächlich einen Schub zu geben. Aber woher sollen die dafür nötigen ITler kommen?
Ein Interview von Peter Ilg

  1. Jobporträt IT-Produktmanager Der Alleversteher
  2. Headhunter "Wegen der Krise verlassen mehr IT-Profis ihre Komfortzone"
  3. IT-Ausbildungsberufe Endlich "supermodern"

    •  /