Canon EOS R5 im Test: Der 8Knaller

Canons spiegellose Vollformat-Kamera EOS R5 kann Fotos mit 45 Mpx aufnehmen und Videos in 8K - aber Letzteres nur mit Einschränkungen.

Ein Test von Martin Wolf veröffentlicht am
Eine aufgeräumte Rückseite und ein verkleinertes Display auf der Oberseite fallen gleich ins Auge. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Es hat eine Weile gedauert, bis Canon auch im oberen Preissegment konkurrenzfähige spiegellose Kameras anbieten konnte. Lange war die 5D-Serie für professionelle Fotografen aus dem Canon-Lager die erste Wahl. Mit der ersten R und dem Wahlspruch "Reimagine optical excellence" kam 2018 die erste Vollformat-Kamera auf den Markt - aber sie hatte weder einen eingebauten Bildstabilisator noch konnte sie für 4K-Video auf die volle Sensorgröße zurückgreifen. Hinzu kamen ein neues Bedienungskonzept und ein eher unzuverlässiger Augenfokus - alles in allem ein holpriger Start für den Aufbruch ins spiegellose Zeitalter.

Die EOS R5 zeigt in unserem Test, dass Canon so ziemlich alle diese Probleme inzwischen in den Griff bekommen hat. Trotzdem ist auch die aktuelle Top-Kamera der R-Serie nicht makellos - aber dazu später mehr.

Technisch gesehen sind neben der hohen Auflösung der 1.053-Punkte-Dual-Pixel-Autofokus und die Serienbildfunktion mit bis zu 20 Bildern pro Sekunde bemerkenswert. Aber auch sonst steht die wetterfeste Kamera mit einem hochauflösenden OLED-Sucher (5,76 Millionen Pixel) und zwei Kartenslots (SD und CFexpress) gut da.

Nach dem Auspacken fallen sofort das im Vergleich zur 5D Mark IV geringere Gewicht und die kompakten Maße auf: Rund 23 Prozent ist die R5 kleiner als die Spiegelreflexkamera aus dem Jahr 2016. Was fehlt, ist das Moduswahlrad auf der linken Seite, und das obere Display ist auf ein kleines Quadrat geschrumpft - dafür ist es pixelbasiert und zeigt deshalb trotzdem alle wichtigen Parameter an.

Auflösung FotoBis zu 45 Megapixel (8.352 x 5.586 Pixel)
Auflösung VideoBis zu 8K (8.192 x 4.320 Pixel) für 29 Minuten
AufnahmegeschwindigkeitBis zu 20 Fotos pro Sekunde/120 fps in 4K
Maße138.5 x 97.5 x 88mm
EmpfindlichkeitISO 100-51.200
BildstabilisatorIBIS, kombinierbar mit Objektivstabilisator und EIS
SpeichermedienSD und CFexpress
AutofokusKI-Augenfokus, 5.940 AF-Punkte
Blitznicht vorhanden
GPSnicht vorhanden
Verschlussgeschwindigkeit30-1/8.000 Sekunde
Auflösung EVF/Display5.76 Mio/2.1 Mio. Pixel
Farbunterabtastung8K/4K/Full HD - YCbCr4:2:0 8-Bit oder YCbCr4:2:2 10-Bit
Anschlüsse Blitzsynchro-Anschluss, Bluetooth, HDMI Micro, Kopfhörer, Mikrofon, USB, WLAN
ObjektivbajonettRF, EF mit Adapter
Canon EOS R5 - technische Daten
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Gleich geblieben ist lediglich der Drehknopf für das Anschalten der Kamera auf der linken Seite. Das Moduswahlrad dient nun gleichzeitig als eines der oberen Drehräder und kann frei belegt werden.

Ein Druck auf den im Rad eingelassenen Knopf aktiviert die Moduswahl. Dabei stehen lediglich entweder Foto- oder Videomodi zur Verfügung. Das sorgt dafür, dass man nicht endlos durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Kamera scrollt.

CANON EOS R5 Body Systemkamera 45 Megapixel, 8,01 cm Display Touchscreen, WLAN

Um aus dem Foto- in den Videomodus zu wechseln, muss nach einem Druck auf den Modus-Knopf der Info-Knopf betätigt werden. Danach lassen sich per Drehrad die Videomodi auswählen. Dieses Prinzip verlangt uns anfänglich einige Geduld ab, bis wir die Position aller wichtigen Steuerungselemente verinnerlicht haben - dann geht der Moduswechsel allerdings flott.

Ebenso aufgeräumt wie oben sieht es auch auf der Rückseite aus.

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EOS R5: Formidabler Fokus und ordentlicher OLED-Sucher 
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davidcl0nel 03. Dez 2020

Richtig. Und du setzt dich hier imo unnötig dieser Kritik auseinander. Klar, kannst du...

mwo (Golem.de) 01. Dez 2020

Ja, das geht immer. Ging aber auch schon bei den Außendisplays. Ist sehr hilfreich, wenn...

kr44tz 01. Dez 2020

Ach tatsächlich, Golem hat ja sogar selbst darüber berichtet und den Artikel auch im Test...


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