Die EOS R5 im Videomodus

Zunächst die gute Nachricht: Der Autofokus funktioniert bei Video ähnlich gut wie bei Fotos. Auch die sonstigen Parameter stimmen: Wir bekommen ein nahezu unbeschnittenes Bild aus dem Sensor, bis zu 10 Bit Farbtiefe, 4:2:2 Farbunterabtastung und eine sehr gute Bildstabilisation in fünf Achsen. Außerdem gibt es nahezu keinen wahrnehmbaren Rolling-Shutter-Effekt, was daran liegt, dass die Kamera den Sensor extrem schnell ausliest.

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Problematisch ist hingegen, dass maximale Auflösung und Bildqualität nur über kurze Zeiträume aufgenommen werden können, bevor sich die Kamera zum Schutz vor Überhitzung abschaltet. Im 8K-Modus sind das 20 Minuten. Danach muss die R5 rund 10 Minuten abkühlen, bevor es weitergeht. In dieser Zeit können auch keine Fotos mehr gemacht werden. Das betrifft ebenso 4K-Videoaufnahmen in der höchstmöglichen Qualität, da die Kamera diese intern von 8K herunterskaliert.

Ein kontinuierlicher Wechsel von Foto zu 8K-Video - wie er beispielsweise bei Hochzeitsfotografen vorkommen kann - nagt am Zeitbudget für die Überhitzungsabschaltung. Im schlimmsten Fall muss man also irgendwann eine ungewollte Pause einlegen. Ein Bastler hat inzwischen schon eine eigene Kühllösung für die R5 entworfen.

Ein Wort der Warnung ist trotzdem angebracht: Um alle Videofunktionen nutzen zu können, ist eine sehr schnelle, große und teure CFexpress-Karte vonnöten, denn die eine Sekunde 8K-RAW belegt bereits ungefähr ein GByte an Speicher. Wer 4K mit 120 fps filmt, kommt auf 13 GByte pro Minute. Ansonsten tut es auch eine fixe SD-Karte, die in den zweiten Slot gesteckt werden kann.

Für eine Bildkontrolle im Videomodus lassen sich Zebra und Fokus-Peaking aktivieren. Auch im manuellen Fotobetrieb ist eine nützliche Fokussierhilfe vorhanden.

  • Die Oberseite der Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display ist wesentlich kleiner als bei den DSLRs der 5D-Serie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der hintere Bildschirm ist klapp- und schwenkbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite sieht aufgeräumt aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die zwei Kartenslots nehmen SD- und CFexpress-Karten auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse auf der anderen Kameraseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Akkus der Vorgängermodelle passen hier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der große Sensor ist normalerweise durch den mechanischen Verschluss geschützt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch bei Gegenlicht lässt sich noch einiges aus den RAW-Dateien herausholen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de - halbe Auflösung)
  • Mit dem RF 50mm 1:1.2 kann man Landschaft fotografieren ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de - halbe Auflösung)
  • ... aber sinnvoller ist es für Portraits. Dank des Augenfokus sitzt die Schärfe akkurat. (Bild: Martin Wolf/Golem.de - halbe Auflösung)
  • Dieser Crop zeigt das Rauschverhalten über die ISO-Stufen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de - halbe Auflösung)
  • Der OLED-Sucher ist hochauflösend, aber die Icons scheinen etwas matschig zu sein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera wirkt zierlicher als eine DLSR. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die R5 ist gegen Spritzwasser geschützt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Standbild aus einem 8K-Video (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ein Standbild aus einem 8K-Video (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Sieht das 8K-Video gut aus? Absolut. Jedes Standbild in diesem Modus ist ein 33-Mpx-Foto, das verbessert die ohnehin sehr gute Serienbildgeschwindigkeit auf theoretische 30 Bilder pro Sekunde. Wenn man nicht in RAW filmt, lassen sich die Videos auf einem gut ausgestatteten PC schneiden. Wir haben das ohne Bildaussetzer mit einem Intel i7 5960X, 16 GByte RAM und einer Geforce RTX 2070 in Premiere Pro ausprobiert und hatten keinerlei Probleme.

CANON EOS R5 Body Systemkamera 45 Megapixel, 8,01 cm Display Touchscreen, WLAN

Die EOS R5 ist kein Dauerläufer

Die EOS R5 zeigte sich in unserem Test in so ziemlich allen Belangen der bereits vier Jahre alten 5D Mark IV überlegen. Eine Ausnahme gibt es: die Akkulaufzeit. Lediglich 320 Bilder bekommen wir mit einer Akkuladung, bei der 5D sind es rund 900. Der Akku ist zwar leistungsfähiger, aber die Bildschirmaktivität, die stete Sensorbereitschaft und die leistungsstarke CPU der Kamera fordern ihren Tribut.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass die alten Canon-Akkus weiter genutzt werden können. Auch sehr gut gefällt uns die Möglichkeit, per USB-C zu laden. Dafür reicht aber ein Telefonadapter nicht aus, ein Laptopnetzteil sollte es schon sein - und die Kamera muss zum Laden ausgeschaltet werden. Die Datenübertragung über diese Schnittstelle ist erfreulich schnell, es wird USB 3.1 Gen 2 unterstützt. Das bedeutet, dass man sich theoretisch ein neues Kartenlesegerät für seine CFexpress-Datenträger sparen kann.

Was uns fehlt, ist einzig ein GPS-Empfänger in der Kamera. Per App kann zwar neben Fernauslösung und Bildübertragung auch die Position in die Metadaten der Fotos geschrieben werden, aber das ist eine eher umständliche Lösung.

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 Canons EOS R5 im FotomodusCanon EOS R5: Verfügbarkeit und Fazit 
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davidcl0nel 03. Dez 2020

Richtig. Und du setzt dich hier imo unnötig dieser Kritik auseinander. Klar, kannst du...

mwo (Golem.de) 01. Dez 2020

Ja, das geht immer. Ging aber auch schon bei den Außendisplays. Ist sehr hilfreich, wenn...

kr44tz 01. Dez 2020

Ach tatsächlich, Golem hat ja sogar selbst darüber berichtet und den Artikel auch im Test...


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