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Canon 5DS
Canon 5DS (Bild: Andreas Donath)

Vielfältiger Autofokus mit Intelligenz

Die Kamera bietet 61 AF-Felder, die der Anwender gemeinsam nutzen oder sie in bewegliche Zonen gruppieren kann. Auch einzelne AF-Felder lassen sich ansteuern.

Dazu kommt das EOS-iTR-AF-System (Intelligent Tracking and Recognition), mit dem relevante Motivbereiche automatisch erkannt werden sollen, um darauf scharf zu stellen. Die iTR-Funktion nutzt Farb- und Gesichtsinformationen, um Motive zu erkennen und sogar die Schärfeeinstellung nachzuführen. Die Nachführgeschwindigkeit lässt sich einstellen und sogar kurz ins Hauptmotiv geratene Objekte können den Autofokus nicht aus der Ruhe bringen, wenn der Anwender das einstellt. Insgesamt klappt die automatische Scharfstellung recht gut, doch manchmal sind mehrere Messvorgänge erforderlich, damit die Kameraelektronik den richtigen Bereich erwischt. Wenn es darauf ankam, sind wir deshalb oft wieder auf ein einzelnes AF-Feld umgestiegen.

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Die Bedienungslernkurve des Autofokus erscheint uns recht hoch. Bis die vielen Autofokusfunktionen wirklich beherrscht werden, vergehen einige Tage. Das gilt auch für andere Einstellungen. Wir empfehlen ein ausführliches Handbuchstudium, sonst werden die Möglichkeiten der Kamera kaum genutzt geschweige denn die Menüfunktionen nicht mehr (wieder-)gefunden.

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Natürlich handelt es sich bei der 5DS um eine Profikamera, doch wer behauptet, dass nur das gut ist, was schwer zu bedienen ist? Canon muss diesen Punkt unserer Meinung nach künftig deutlich verbessern.

Der optische Sucher bietet eine vollständige Bildfeldabdeckung, ist sehr hell und groß. Auch die eingeblendeten Informationen in der Sucheranzeige sind klar und gut ablesbar. Empfehlenswert ist die Einblendung der Wasserwaage und natürlich der Autofokuspunkte. Manchmal hilft auch ein Gitternetz bei der Bildkomposition. Wer will, kann die Einblendungen auch rot beleuchten lassen. Das 3,2 Zoll große Display mit rund 1,04 Millionen Bildpunkten ist meist gut ablesbar, doch bei starker Sonneneinstrahlung ist der Nutzer auf Schatten angewiesen, um etwas erkennen zu können.

Filmen ohne 4K-Unterstützung

Wer gerne filmt, kommt bei der Kamera auch auf seine Kosten, zumindest im Full-HD-Bereich. 4K nimmt die Canon nicht auf. Gestartet wird die Filmaufnahme mit einem Wahlhebel auf der Rückseite, wodurch ein versehentliches Betätigen praktisch ausgeschlossen ist. Die Aufnahme wird über den Start/Stop-Knopf gesteuert. Sogar Timecodes werden unterstützt. Dennoch: Bei der 5DS liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Fotos, die Videofunktion ist nur Beiwerk.

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Im Fotobereich bietet die Kamera eine HDR-Funktion mit unterschiedlichen Abstufungen, die drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zu einem Bild zusammenrechnet. Dazu kommen eine Mehrfachbelichtung, die mehrere Bilder in eines integriert, und eine Timer-Funktion, mit der Zeitrafferaufnahmen mit voreinstellbaren Zeitintervallen möglich sind.

Eigenen Fotostil mit Voreinstellungen realisieren

Für viele Fotografen ist auch die Bildstil-Funktion von Canon eine gern genutzte Funktion, um den Bildern und Videos eine eigene Farbgestaltung zu verpassen. Einige Voreinstellungen für Landschaften, Porträts und ähnliche Anwendungszwecke sind bereits voreingestellt. Der Nutzer kann aber auch eigene Abstimmungen vornehmen und speichern. Natürlich lassen sich derartige Einstellungen auch mit einer Bildbearbeitung wie Lightroom am Rechner nachträglich vornehmen - schon beim Import.

Pixelgestöber bei ISO 12.800

Das Bildmaterial ist auch bei hohen ISO-Werten durchaus nutzbar, der Maximalwert von ISO 12.800 lässt jedoch den Vorteil der 50 Megapixel verschwinden: Details gehen verloren und das Farbrauschen ist schon auf dem kleinen Display erkennbar. Über ISO 6.400 sollte der Fotograf nur im Notfall gehen. Natürlich können Fotos bei ISO 12.800 verkleinert werden, so dass die Bildfehler weniger stark ins Gewicht fallen. Auch im Schwarz-Weiß-Modus fällt das Rauschen weniger unangenehm auf.

Wer von diesen Extremen absieht, erhält eine enorme Bildqualität. Weitwinklige Übersichtsaufnahmen werden aufgrund der Auflösung zu Suchbildern, auf denen sich immer noch etwas Neues entdecken lässt. In Landschafts- und Architekturaufnahmen liegt auch eine der Stärken der Kamera. Mit den richtigen Objektiven empfehlen wir die 5DS auch für die Eventfotografie. Auch wenn der Autofokus profimäßig ist: Für Actionfotografie ist die Bildfolge unserer Ansicht nach ein wenig zu langsam.

Wer nicht in Glas investiert, nutzt die Kamera nicht aus

Die Bildqualität hängt aber stark von den eingesetzten Objektiven ab. Wer nicht viel Geld in Objektive investiert, holt kaum das Maximum aus der Kamera heraus.

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Beim preiswerten, aber kleinen und lichtstarken 50-mm-Objektiv zeigt sich das sehr gut. Selbst abgeblendet wirken die Bilder nicht so scharf, wie man das von der Kamera gewohnt ist. Ein wenig gestört hat uns die recht optimistische Belichtungssteuerung der 5DS. Ausgerissene Lichter sind eher die Regel als die Ausnahme, was auch am Dynamikumfang des Sensors liegt. Hier lohnt es sich, von vornherein die Belichtungskorrektur einzusetzen. Das gilt vor allem bei Aufnahmen im Freien, bei denen große Helligkeitsunterschiede zwischen Himmel und Landschaft entstehen.

 Ganz schön schwerVerfügbarkeit und Fazit 

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FaulerBeamter 04. Nov 2015

Einfach mal ein bisschen recherchieren, bevor man über die "Billigscherbe" herzieht, das...

Der Spatz 04. Nov 2015

So als Laie würde ich davon ausgehen, das bei der Videoaufzeichnung folgendes passiert...

Der Spatz 03. Nov 2015

Zum Thema Point&Shoot -> DSLR Was mir öffters auffällt (Wenn ich mal meine nicht so...

kendon 03. Nov 2015

Immer noch kein Budget, und von Selfies war im OP auch nicht die Rede... Aber Du hast ja...

FaulerBeamter 03. Nov 2015

8 MP mehr (ok, das ist mal eben eine ganze Canon Eos 20D *gg*) als die Sony, aber dafür 2...



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