Cannon Lake & Ice Lake: Intel sieht sich bei 10-nm-CPUs weiterhin vorne

Intel hat sich in drei(öffnet im neuen Fenster) Twitter(öffnet im neuen Fenster) - Posts(öffnet im neuen Fenster) über kommende Prozessoren im 10-nm-Fertigungsverfahren geäußert: Die erste Generation, Cannon Lake, sei "on track" - also im Zeitplan. Bisherigen Roadmaps und Intels öffentlicher Aussage im Januar 2017 zufolge sollen die CPUs noch 2017 erscheinen, wenngleich wie üblich zuerst im Y- und U-Segment für 2-in-1-Geräte sowie Ultrabooks.



Ein paar Wochen vorher, vermutlich im September 2017, wird Intel den Kaby Lake Refresh veröffentlichen. Das ist bereits der vierte 14-nm-Ableger des Herstellers, da sich die 10-nm-Technik verspätet. Auch der 14-nm-Schritt hatte länger gedauert als ursprünglich gedacht, weshalb Intel diverse CPU-Familien nachschob. Für die 10-nm-Fertigung plant der Hersteller eine ähnliche Zeitspanne: Drei Generationen ( 10, 10+, 10++ ) stehen auf der Roadmap, mit jedem Schritt könnte es mehr als eine Prozessorserie geben.
Auf Cannon Lake folge Ice Lake, heißt es. Diese CPU-Generation hatte Intel bisher öffentlich noch nicht verwendet, wenngleich der Codename intern altbekannt ist. Ice Lake habe seinen Tape-in erhalten, was in etwa bedeutet, dass das Design samt Architektur finalisiert wurde. Bis zum Tape-out, also der Auslieferung des RTL(öffnet im neuen Fenster) an die Fab, gefolgt von der Risk Production und schlussendlich der Serienfertigung dauert es nach dem Tape-in weit über ein Jahr. Vor Ende 2018 oder Anfang 2019 ist Ice Lake daher nicht zu erwarten.



Intel sagt, das Unternehmen sei führend bei der 10-nm-Technik und eine Generation oder anders ausgedrückt drei Jahre vor der Konkurrenz - zumindest was die Transistordichte anbelangt. Allerdings hat Samsung, zumindest dem Namen nach, bereits SoCs basierend auf seinem 10-nm-Prozess für Endgeräte gefertigt. Samsungs Exynos 8895 und Qualcomms Snapdragon 835 unterscheiden sich aber vom Design her von Intels Y- und U-Chips. Auch das 10LPE-Verfahren ist mit Intels 10-nm-Prozess nur bedingt vergleichbar.