Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Candy Crush Saga: Bei King ersetzt KI ihre Entwickler

Sie haben KI -Tools entwickelt, nun ersetzt offenbar genau diese Technik ihre Jobs: Beim Mobile-Game-Studio King betrifft das wohl rund 200 Entwickler.
/ Peter Steinlechner
4 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Candy Crush auf einem Tablet (Bild: Ilya S. Savenok/Getty Images for King Games)
Candy Crush auf einem Tablet Bild: Ilya S. Savenok/Getty Images for King Games

Beim Mobile-Games-Studio King, einer Tochterfirma von Activision Blizzard, sollen laut einem Bericht von Mobilegamer(öffnet im neuen Fenster) rund 200 Stellen wegfallen – viele davon in Teams, die zuvor selbst KI-Tools für die Spieleproduktion mitentwickelten.

Betroffen sein sollen Angestellte in London, Barcelona, Stockholm und Berlin, die zuvor für Tools zur Erstellung von Texten, Assets und Levels zuständig waren. Die internen KI-Systeme sollen künftig zentrale Aufgaben dieser Abteilung übernehmen.

Die Entlassungen sind Teil des großen Stellenabbaus bei Activision Blizzard, der Anfang Juli 2025 angekündigt wurde . Dabei war von insgesamt rund 9.000 betroffenen Jobs weltweit im Konzern die Rede. Leaks zufolge entfallen davon rund 2.000 Posten auf die Gaming-Sparte.

Während in vielen Fällen klassische Umstrukturierungen im Fokus stehen, geht es bei King offenbar explizit um Automatisierung durch künstliche Intelligenz – und das ausgerechnet dort, wo die Entwickler selbst an den entsprechenden Systemen mitwirkten.

Gameplay auf Knopfdruck

Laut den Quellen von Mobilegamer sollen die Tools unter anderem in der Lage sein, einfache Textbausteine, grafische Elemente sowie standardisierte Spielmechaniken automatisch zu erzeugen oder zumindest stark zu unterstützen.

Damit könnten klassische Arbeitsfelder wie Narrative Design, Asset-Erstellung oder Balancing langfristig deutlich schrumpfen.

Eine offizielle Stellungnahme von King oder Activision Blizzard liegt bislang nicht vor. Auch zur Zukunft der betroffenen Systeme oder der weiteren Pläne im Bereich KI-gestützter Entwicklung äußerte sich das Unternehmen nicht.

Laut dem Bericht wurden die betroffenen Beschäftigten bislang noch nicht formell entlassen. Vielmehr seien sie über die Pläne informiert und bis Ende September 2025 freigestellt worden. Erst danach sollen die Kündigungen greifen. Wie viele Personen dann am Ende tatsächlich gehen müssen, soll noch nicht ganz final feststehen.


Relevante Themen