Candle im Kurztest: Handgemaltes Abenteuer mit garantiertem Kopfzerbrechen

Der Spieler steuert in Adventure Candle den jungen Teku - einen Helden wider Willen, der in einer Märchenwelt einen Stammesangehörigen aus den Fängen eines bösen Clans befreien soll. Das ist natürlich alles andere als leicht, sondern voller Fallen und Rätsel - es sind sogar so viele, dass bereits in den ersten Minuten einiges Grübeln und Knobeln gefragt ist. Das Adventure ist beim unabhängigen spanischen Entwicklerstudio Teku(öffnet im neuen Fenster) entstanden, nachdem es 2013 auf Kickstarter von der Community mit rund 52.000 US-Dollar unterstützt wurde. Ursprünglich sollte das Spiel schon Anfang 2014 erscheinen.
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Die Figur Teku wird mit den Pfeiltasten gesteuert und kann durch Druck auf Aktionstasten Gegenstände aufnehmen und mit ihnen interagieren. Zudem setzt Teku immer wieder eine Kerze ein, um Licht in dunkle Hütten zu bringen oder Fackeln anzuzünden. Ansonsten werden Kisten verschoben, um an höher gelegene Orte zu kommen und Baumstämme umgewälzt, um Abgründe zu überqueren. Aber auch zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Rätsel zu lösen, damit er in der Welt weiter vorankommt.
Wer sich bei vielen aktuellen Adventures an der Einfachheit der Rätsel stört, wird an Candle sicher Gefallen finden. Oft dauert es einige Zeit, um die jeweils entscheidenden Punkte und Objekte ausfindig zu machen und dann auf des Rätsels Lösung zu kommen.
Neben dem vertrackten Rätseldesign überzeugt auch die ungewöhnliche Optik. Alle Hintergründe, Charaktere und Gegenstände wurden am Zeichenbrett entworfen und danach Bild für Bild eingescannt. Den Entwicklern war es wichtig, auf diesem Weg den Eindruck eines lebenden Gemäldes entstehen zu lassen. Der gelungene Soundtrack verstärkt diese Atmosphäre.
Verfügbarkeit
Plattform: Windows-PC, MacOS, Linux. Preis: 15 Euro (Steam), 20 Euro (Handel). Sprache: Deutsch. USK: ab 6 Jahre.
Fazit: Plus und Minus
+ ungewöhnliche handgemalte Grafik
+ dichte Atmosphäre
+ komplexes Rätseldesign
- Herausforderungen für Puzzle-Einsteiger oft nur schwer zu überschauen
- etwas gewöhnungsbedürftige Tastatur-Steuerung



