Canalys: Xiaomi wird größter Smartphone-Hersteller in China

Noch vor einem Jahr war Xiaomi ein relativ unbekanntes chinesisches Unternehmen. Laut einer aktuellen Studie(öffnet im neuen Fenster) des Technologiemarktforschers Canalys ist der Hersteller vor Samsung und Lenovo zum größten Smartphonehersteller Chinas aufgestiegen. Das Unternehmen Xiaomi, dessen Name übersetzt Hirse bedeutet, wurde im April 2010 als Technologie-Startup in Peking gegründet.
Wegen des Umfangs des chinesischen Marktes ist Xiaomi damit zugleich der fünftgrößte Smartphonehersteller der Welt, berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster) . Insgesamt wuchs Xiaomi im Jahresvergleich um 240 Prozent. Xiaomi hat in China damit einen Marktanteil von 14 Prozent.
Nach den Angaben von Canalys hat Xiaomi im zweiten Quartal 2014 eine Anzahl von 15 Millionen Smartphones in China ausgeliefert. Eine Zunahme um 4,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit lag Xiaomi vor Samsung mit 13,2 Million Smartphones. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der südkoreanische Konzern noch 15,5 Millionen Smartphones ausgeliefert.
Xiaomi wickelt den Großteil des Verkaufs direkt über seine eigene Onlineplattform ab. Die Produkte werden komplett durch Zulieferer wie Foxconn und Envada gefertigt. Anders als Apple und Samsung betreibt Xiaomi aber eine äußerst aggressive Preispolitik. Das Smartphone Xiaomi Mi3 wurde in der 16-GB-Variante für 1.499 Yuan (rund 180 Euro) angeboten, das günstigste Smartphone Hongmi kostet 699 Yuan (rund 85 Euro). Im August 2013 wechselte der Android-Vize-Chef Hugo Barra von Google zu Xiaomi nach China. Barra war für das Produktmanagement des mobilen Betriebssystems verantwortlich.
Im Juli 2014 stellte Xiaomi sein neues Android- Smartphone Mi4 vor . Wie Golem.de berichtete, dürfte das Mi4 mit seiner Ausstattung zu den aktuell leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt gehören.