Abo
  • Services:

Cambridge Analytica: Daten von 136.000 US-Bürgern noch immer im Umlauf

Eigentlich sollten alle mit dem Datenskandal verbundenen Informationen gelöscht werden. Der britische Channel 4 aber hat Interviews mit US-Bürgern geführt und dabei aufbereitete Daten von Cambridge Analytica verwendet - mit Details und auch einigen falschen Informationen.

Artikel veröffentlicht am ,
In Colorados Gemeinde Arvada wird Privatsphäre großgeschrieben.
In Colorados Gemeinde Arvada wird Privatsphäre großgeschrieben. (Bild: Channel 4)

Neue Nachrichten im Datenskandal um Facebook, Cambridge Analytica und die Nutzung von persönlichen Daten zur Beeinflussung politischer Wahlen: Nach einem Bericht des britischen Nachrichtenkanals Channel 4 sind Daten von 136.000 US-Bürgern des Bundesstaates Colorado weiterhin im Umlauf, obwohl diese eigentlich gelöscht werden sollten. Das allein überrascht in einem dezentralen Netzwerk wie dem Internet kaum.

Stellenmarkt
  1. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen bei Freiburg im Breisgau
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt

Doch hat Channel 4 diese Daten genutzt, um in einer kleinen Gemeinde in Colorado Inteviews zu führen. Dort werden interessante Details gezeigt, wie Cambridge Analytica gesammelte Facebook-Daten verwendet, um daraus Personenprofile zu erstellen. Informationen sind dabei in verschiedene Kategorien unterteilt, etwa den Grad der Introvertiertheit oder Extrovertiertheit, wie emotional sich eine Person in sozialen Medien verhält und wie wahrscheinlich diese beeinflusst werden kann. Diesen Kategorien werden bestimmte Punktzahlen zugewiesen.

Verschiedene Charaktere mit verschiedenen Mitteln ansprechen

Demnach soll eine als extrovertiert gekennzeichnete Person beispielsweise leichter durch positive und aufbauende Nachrichten beeinflusst werden können, während eine neurotische Person stärker auf apokalyptische Ereignisse reagieren soll. In einigen Fällen konnte der Channel 4 damit sehr exakte Persönlichkeitsprofile erstellen - wie mit Sicherheit auch politische Wahlkampfteams verschiedener Regierungen.

Andererseits sind dem Bericht zufolge einige Profile auf die wirklichen Personen nur begrenzt übertragbar. Eine befragte US-Bürgerin wurde etwa als eher introvertierte Person dargestellt, obwohl sie sich selbst als eher extrovertiert auffasst. Das Problem: In Facebook verhält sie sich passiv. "Ich nutze Facebook nur als ein Fenster, durch das ich schaue", sagt sie. Daraus ziehen Unternehmen wie Cambridge Analytica also teils falsche Schlüsse.

Channel 4 hat nach eigenen Angaben seit dem 17. März 2018 täglich ein Interview mit Facebook angefragt - bisher ohne Erfolg. Vor kurzem entschuldigte sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich auf dem Nachrichtenkanal CNN für den Vorfall. Wie die 136.000 Profile letztlich gelöscht werden sollen, sagt Channel 4 nicht. Ein vollständiges Entfernen wird wohl sowieso nicht möglich sein.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€
  2. 99,99€
  3. 53,99€
  4. (-35%) 38,99€

cnMeier 30. Mär 2018 / Themenstart

Nein, nein. Sie dürfen diese Daten nicht mehr vor Gericht verwenden um Ihre Unschuld zu...

volksmeinung 29. Mär 2018 / Themenstart

Es wäre halt mal schön, wenn jemand die Ist-Daten auflistet. Was sind jetzt aufbereitete...

Lemo 29. Mär 2018 / Themenstart

Deutscher Alternativtitel: Welche Informationen Sie über sich im Internet preisgegeben...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 7 2700X - Test

Wie gut ist der Ryzen-Refresh? In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.

AMD Ryzen 7 2700X - Test Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    •  /