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Calliope Mini
Calliope Mini (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Programmiert wird im Web-Editor

Über die Webseite erfolgt auch die Programmierung der Calliope-Platine. Es stehen drei grafische Editoren auf Deutsch zur Auswahl, die sich funktional nur wenig unterscheiden. Eine textbasierte Programmierung bietet nur der PXT-Editor, hier können wir auch Javascript eingeben. Leider ist die API noch nicht dokumentiert.

Für die Nutzung der Editoren ist kein Browser-Plugin erforderlich. Stattdessen wird das Programm serverseitig kompiliert und dann heruntergeladen. Um es auf den Calliope aufzuspielen, wird dieser per USB an den Computer angesteckt, die Platine steht dann als USB-Laufwerk zur Verfügung. Das Programm muss dann auf das Laufwerk kopiert werden.

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Der Calliope funktioniert hier exakt wie der Micro Bit - auch weil beide Platinen ARM mbed als Firmware verwenden und softwarekompatibel sind. Wer will, kann den Calliope deshalb auch unter Verzicht auf die Browser-Editoren auf Low-Level-Ebene programmieren. Dabei hilfreich ist auch der Blick direkt in den Code, den die Macher auf Github bereitstellen.

Immer Platz auf dem Schreibtisch

So bauen und programmieren wir verschiedene Experimente, die leuchten, tönen und blinken - wir daddeln auf den Buttons herum. Da wir keine Extra-Bauteile benötigen, ist auf unserem Schreibtisch stets Platz - was recht praktisch ist, um uns nebenbei Notizen für diesen Text zu machen. Ganz zu schweigen davon, dass wir zum Aufräumen keine Minute brauchen. Wir müssen schließlich nur die Platine wieder verstauen.

  • Calliope Mini - Front (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Calliope Mini - Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • USB-Kabel und Batteriefach gehören zum Lieferumfang. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Calliope Mini und BBC Micro Bit im Vergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Codebug ist der Urahn des Calliope und BB Micro Bit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Calliope Mini und BBC Micro Bit im Vergleich (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Er funkt (noch) nicht

Beim Mikrocontroller auf dem Calliope Mini handelt es sich um den populären Nordic NRF51822. Der Chip beherrscht auch Bluetooth Low Energy. Darauf weist aber die Dokumentation des Calliope nicht weiter hin. Aufgrund unserer Erfahrungen mit dem Micro Bit sehen wir das aber nicht als Nachteil.

Zwar würden kombinierte Experimente mit einem Smartphone und dem Calliope weitere, jugendliche Zielgruppen vermutlich stärker ansprechen und ein wenig den Hype-Faktor erhöhen. Doch nur dann, wenn es auch unkompliziert klappt - beim Micro Bit hatten wir damit einige Probleme. Die Calliope-Macher haben aber eine Smartphone-App angekündigt.

Preis und Verfügbarkeit

Der Calliope Mini wird vom Cornelsen Verlag vertrieben. Die Auslieferung soll im Mai 2017 beginnen. Vorbestellungen sind bereits möglich. Auf der Webseite des Verlages kostet der Calliope 35 Euro, der Versand ist kostenfrei. Eine Lehrerhandreichung kann ebenfalls vorbestellt werden, zum Preis von 13 Euro.

Zum Vergleich: Der BBC Micro Bit kostet in Deutschland zwischen 20 und 25 Euro, im Set mit zusätzlichen Bauelementen um die 35 Euro. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Zusatzplatinen für den Micro Bit, die zwischen 10 und 30 Euro kosten.

Fazit

Wir waren am Anfang misstrauisch, doch der Calliope Mini ist unserem Urteil nach tatsächlich besser als sein Vorbild. Der Preisunterschied zum BBC Micro Bit relativiert sich schnell, denn mit dem Calliope sind auch ohne Zubehör und Smartphone mehr Experimente möglich. Der Calliope ist nicht billig, aber seinen Preis wert.

Bei der Dokumentation ist der Micro Bit mengenmäßig noch im Vorteil - allerdings nur auf Englisch, auf Deutsch übersetzte Inhalte sind rar. Die bestehende Dokumentation und gebotene Lerninhalte für den Calliope sind zwar noch ausbaufähig und sollten vor allem übersichtlicher präsentiert werden. Doch insgesamt ist der Stand für ein relativ junges Projekt bereits bemerkenswert.

Der Calliope Mini wird bereits an einigen Schulen in Deutschland eingesetzt - wir hoffen, dass es mehr werden. Aus unserer Sicht steht dem Nichts im Wege.

 Calliope Mini im Test: Neuland lernt programmieren

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rugk 30. Mai 2017

Leider ist diese "Version" aber nicht die offizielle Namensgeberin Sondern eine...

Michael H. 30. Mai 2017

Trägt gerade inwiefern der Diskussion bei? Gar nicht würde ich behaupten. Studierten...

gadthrawn 24. Mai 2017

mich sehr stark an den CodeBug... Programmierbares Ding für Schüler etc.pp.

balabub 24. Mai 2017

Beides ist nicht schwer, WENN man weiß was man tut. Deswegen sollte es das Ziel der...

PiranhA 24. Mai 2017

Stimme ich größtenteils zu. Ich würde allerdings noch hinzufügen, dass viele Tätigkeiten...



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