Calligra: Probleme mit QWidgets auf Android

Bei der Portierung der freien Büroanwendung Calligra auf Android ist Entwickler Marijn Kruisselbrink auf Probleme mit der QWidget-basierten Benutzeroberfläche gestoßen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die freie Bürosoftware Calligra ist auf Android portiert worden.
Die freie Bürosoftware Calligra ist auf Android portiert worden. (Bild: Marijn Kruisselbrink)

Bei der Portierung von Calligra auf Android hat Entwickler Kruisselbrink entdeckt, dass die mit Qwidget umgesetzte Benutzeroberfläche der freien Bürosoftware auf Googles mobilem Betriebssystem zu langsam ist. Er habe nicht mehr als ein bis zwei Frames pro Sekunde beim Scrollen durch ein Dokument erreicht, berichtet er. Auf einem N900 sei die Bürosoftware hingegen nutzbar.

  • Die Bürosoftware Calligra auf Android
  • Die Bürosoftware Calligra auf Android
  • Die Bürosoftware Calligra auf Android
Die Bürosoftware Calligra auf Android
Stellenmarkt
  1. Senior Avionics Foundation Software Engineer (f/m/d)
    Rockwell Collins Deutschland GmbH, a part of Collins Aerospace, Heidelberg
  2. Informatiker (w/m/d) für elektronische Formularverarbeitung
    Stadt Erlangen, Erlangen
Detailsuche

Unter Android ist der Wrapper QGraphicsProxyWidget aber nicht leistungsfähig genug, um für eine schnelle und gleichmäßige Nutzung der Calligra-UI zu sorgen. Statt an der Geschwindigkeit des Wrappers zu arbeiten, hat sich Kruisselbrink entschieden, die QML-basierte Active-Oberfläche auf Android zu portieren. Calligra Active kann OpenGL-ES nutzen und sorgt damit für mehr Leistung, so dass Calligra auf Android durchaus nutzbar ist.

Dabei ist Kruisselbrink allerdings auf ein weiteres Problem gestoßen: Damit die Active-Oberfläche läuft, müssen zahlreiche KDE- und Plasma-Bibliotheken geladen werden, die er zunächst ebenfalls auf Android portiert hat.

Bibliotheksgrenze

Unter Android ist aber die Anzahl der nutzbaren Bibliotheken begrenzt. Unter Android 2.x alias Gingerbread dürfen nur 64 So-Dateien geladen werden. Mit Libplasma und seinen abhängigen Bibliotheksdateien habe er diese Grenze offenbar überschritten, schreibt Kruisselbrink.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Unter Android 3.x alias Honeycomb haben Google-Entwickler die Zahl auf 96 erhöht, inzwischen ist das Laden von 128 Bibliotheksdateien erlaubt. Deshalb könne er Calligra nur auf aktuellen Android-Versionen nutzen und testen. Außerdem schlägt Kruisselbrink vor, ein Widget-Set zu nutzen, das die Android-Benutzeroberfläche nachbildet, statt auf die Plasma-Widgets zu setzen.

Nach Windows kommt Android

Kruisselbrink hatte im Januar 2012 berichtet, dass die Portierung von Calligra auf Android bereits große Fortschritte mache. Der Entwickler ist Angestellter bei dem Unternehmen KO, das kürzlich Calligra auf Windows portiert hat.

Mit ein paar "hässlichen Hacks" habe er einige der Einschränkungen durch Android umgangen. Zunächst habe er sämtliche D-Bus-Abhängigkeiten im Quellcode entfernen müssen, da sie nur internen Android-Funktionen vorbehalten seien. Ob es ihm inzwischen gelungen ist, das Plugin-Framework Ksycoca auf Android zu portieren, ist indes noch unbekannt.

Für die Portierung von Calligra auf Android verwendet Kruisselbrink die Entwicklungsumgebung Necessitas. In einem Git-Repository stehen die Skripte zur Verfügung, die benötigt werden, um Calligra für Android zu kompilieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


maple2 27. Mär 2012

QGraphicsProxyWidget ist, wie sein Name, ein Monster. Das ist schon lange bekannt und von...

Thaodan 27. Mär 2012

Naja ich finde schon das das nen etwas größerer Bug ist.

Thaodan 27. Mär 2012

Plasma Active nicht aber mit jeder neuen Qt Version werden Überflüsse Funktionen die in...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Chorus im Test
Action im All plus galaktische Grafik

Schicke Grafik und ein sprechendes Raumschiff: Chorus von Deep Silver entpuppt sich beim Test als düsteres und spannendes Weltraumspiel.
Von Peter Steinlechner

Chorus im Test: Action im All plus galaktische Grafik
Artikel
  1. Bald exklusiv bei Disney+: Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video
    Bald exklusiv bei Disney+
    Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video

    Acht Serienklassiker gibt es bald nur noch exklusiv bei Disney+ im Abo. Dazu gehören Futurama, Family Guy und 24.
    Von Ingo Pakalski

  2. Mobilfunkexperte: Afghanischer Ex-Minister hat nach Lieferando einen neuen Job
    Mobilfunkexperte
    Afghanischer Ex-Minister hat nach Lieferando einen neuen Job

    Der frühere afghanische Kommunikationsminister Syed Sadaat arbeitet nicht mehr bei Lieferando in Leipzig. Nun wird er Partner bei einem Maskenhersteller.

  3. Edge-Browser: Microsoft will Installation von Chrome verhindern
    Edge-Browser
    Microsoft will Installation von Chrome verhindern

    Microsoft intensiviert sein Vorgehen gegen andere Browser: Vor der Installation von Chrome wird Edge übertrieben gelobt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Toshiba Canvio 6TB 88€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Netgear günstiger (u. a. 5-Port-Switch 16,89€) • Norton 360 Deluxe 2022 18,99€ • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G3 27" FHD 144Hz 219€) • Spiele günstiger (u. a. Hades PS5 15,99€) [Werbung]
    •  /