• IT-Karriere:
  • Services:

Callcenter: Unerlaubte Telefonwerbung kann teuer werden

Die Bundesnetzagentur hat zwei Callcenter mit einem Bußgeld von 300.000 Euro belegt. Mehr als 1.400 Verbraucher hatten sich über die Methoden der Firmen beschwert.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Bundesnetzagentur belegt zwei Callcenter-Unternehmen mit dem höchsten Bußgeldsatz.
Die Bundesnetzagentur belegt zwei Callcenter-Unternehmen mit dem höchsten Bußgeldsatz. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Die Bundesnetzagentur hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wegen unerlaubter Telefonwerbung das höchstmögliche Bußgeld von 300.000 Euro gegen ein Callcenter-Unternehmen verhängt. Mehr als 1.400 Verbraucher hätten sich über die Firma SG Sales and Distribution GmbH beschwert, die telefonisch für Strom- und Gaslieferverträge verschiedener Energieversorger geworben hatte. Das teilte die Netzagentur am Dienstag mit.

Stellenmarkt
  1. SAXOVENT Ökologische Investments GmbH & Co. KG, Berlin Charlottenburg
  2. Salo Holding AG, Hamburg

Die Anrufer hätten sich häufig als unabhängige Tarifoptimierer vorgestellt und oft mit unwahren oder irreführenden Informationen zu einem Vertragswechsel gedrängt. Die Callcenter-Mitarbeiter seien in vielen Fällen aggressiv und unfreundlich aufgetreten und hätten Anrufverbote ignoriert, heißt es in der Mitteilung weiter. In manchen Fällen hätten sich die Callcenter-Mitarbeiter sogar als Vertreter des aktuellen Energieversorgers der Verbraucher oder als Mitarbeiter einer Behörde ausgegeben, um sich das Vertrauen zu erschleichen. Die Betroffenen sollten auf diese Weise die Zähler- oder Kundennummer preisgeben und zu einem Tarif- oder Vertragswechsel animiert werden.

Unterstellter Vertragsabschluss

Einigen Verbrauchern sei im Anschluss an das Telefonat ein Vertragsabschluss unterstellt worden. "Entweder war es nach den glaubhaften Angaben der Verbraucher gar nicht zu einem Vertragsschluss gekommen oder die Betroffenen hätten diesen ohne die wahrheitswidrigen Aussagen der Callcenter-Mitarbeiter nie abgeschlossen. Einen wirtschaftlichen Schaden konnten die Betroffenen nur abwenden, indem sie nach der unerwarteten Übersendung von Vertragsunterlagen einen Widerruf erklärten", sagte die Bundesnetzagentur.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Netzagentur ein Bußgeld von ebenfalls 300.000 Euro verhängt. Das betroffene Unternehmen Energysparks GmbH kündigte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid an. Auch SG Sales kann Einspruch einlegen. Die Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)

sn0 19. Dez 2018

Ich betreibe unfreiwillig an dem Anschluss meiner Oma einen solchen Honeypot und kann...

x2k 19. Dez 2018

Da gibt's noch jemanden der daraus YouTube Videos macht. CallcenterFun müsste der hei...

ichbinsmalwieder 19. Dez 2018

Strafe != Schadenersatz. Zusätzlich zur Strafe kann ja jeder Betroffene seinen evtl...

Nachtfalke 19. Dez 2018

Ich sollte als Consultant denen mal die ganzen Telefon-Gewinnzusagen/ -Werbung und...

Faksimile 19. Dez 2018

Das ist bei den gewalttätigen Demonstranten bestimmt auch so ...


Folgen Sie uns
       


Audi E Tron GT Probe gefahren

Der E-Tron GT ist die Oberklasse-Limousine von Audi. Golem.de ist das Elektroauto Probe gefahren.

Audi E Tron GT Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /