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Ein Vorgesetzter in einer der Zwischensequenzen von Call of Duty: WW2
Ein Vorgesetzter in einer der Zwischensequenzen von Call of Duty: WW2 (Bild: Bild: Disney/Screenshot: Golem.de)

Call of Duty WW2 im Test: Der Zweite Weltkrieg als Ballerbude

Ein Vorgesetzter in einer der Zwischensequenzen von Call of Duty: WW2
Ein Vorgesetzter in einer der Zwischensequenzen von Call of Duty: WW2 (Bild: Bild: Disney/Screenshot: Golem.de)

Nach Ausflügen in die Zukunft schickt Call of Duty die Spieler wieder in den Zweiten Weltkrieg. In der Kampagne geht es von der Normandie bis nach Deutschland - gut gemacht, aber vorhersehbar. Langfristiges Potenzial versprechen der Multiplayermodus und die in Bayern angesiedelten Zombiegefechte.
Ein Test von Peter Steinlechner

Noch schnell eine Zigarette, zur Beruhigung. Schließlich befinden wir uns als amerikanischer Soldat in einem Boot auf dem Weg zum D-Day - dem 1944 erfolgten alliierten Großangriff auf Nazistellungen in der Normandie. Wir wollen den Glimmstengel gerade anzünden, da bricht die Hölle los: Kugeln pfeifen über uns hinweg, treffen die ersten Kameraden. Natürlich müssen wir in den nächsten Minuten noch viele schlimme Szenen überstehen, bevor wir in Call of Duty: WW2 die erste feindliche Stellung erobert haben.

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Der Angriff auf die Normandie ist schon aus Filmen wie Der Soldat James Ryan und Spielen wie Medal of Honor bekannt. WW2 inszeniert ihn relativ kurz und kompakt mit allen dazugehörenden Schrecken als Auftakt einer Kampagne, die uns in elf Missionen (plus einem Epilog) von Nordfrankreich über Paris bis an den Rhein führt. In den meisten - nicht allen - Abschnitten spielen wir einen Soldaten namens Ronald "Red" Daniels.

Daniels ist Teil eines kleinen Kreises von Kumpels. Da ist vor allem Robert Zussman, ein Amerikaner mit osteuropäischen und jüdischen Wurzeln, der in der Kampagne als Nebenfigur die zweitwichtigste Rolle hat. Die Kameraden agieren in den Kampfeinsätzen eigenständig. Wir können den computergesteuerten GIs nur eine Art von Befehl erteilen: Auf Knopfdruck werfen sie uns Munition, Granaten oder Medipacks zu - Selbstheilung ohne Zutun gibt es in WW2 nicht.

  • Auf Wunsch hebt ein Vorgesetzter schwer erkennbare Feinde leicht hervor. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Kurz nach dem Start der Kampagne müssen wir ein kleines französisches Dorf befreien. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Einsatz in Paris müssen wir hier die richtige Antwort wissen. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Im Multiplayermodus gibt es fünf Divisionen, darunter die Gebirgsjäger. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Das Multiplayer-Hauptquartier bietet unter anderem einen Schießstand. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Wer mag, kann kosmetische Extras kaufen. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • In wenigen Augenblicken ziehen wir in eine Onlinepartie ... (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Zwischen den Heuhaufen sind Feinde versteckt. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Untoter greift im Zombiemodus an. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu gibt es simple Quicktime-Sequenzen. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
Auf Wunsch hebt ein Vorgesetzter schwer erkennbare Feinde leicht hervor. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)

Das neue System ist leider kein echter Fortschritt. Gerade in chaotischen Situationen - von denen es in WW2 viele gibt - müssen wir oft quer zur eigentlichen Richtung über das Schlachtfeld sausen, um unsere Vorräte aufzufüllen. Das macht wenig Spaß und fühlt sich nicht authentisch an. Weitere Verschlimmbesserungen gegenüber den Vorgängern gibt es zum Glück nicht im neuen Call of Duty.

In den meisten Einsätzen müssen wir möglichst viele Gegner erschießen, vor allem aber Checkpoints erreichen, damit das Programm keine neuen Feinde aufs Feld schickt. Spezialaufgaben lockern die rund sieben Stunden lange Kampagne auf: In einem französischen Dort retten wir Zussman von einem Kirchturm aus per Scharfschützengewehr vor anstürmenden Deutschen oder wir liefern uns entlang einer Bahnstrecke ein irrwitziges Rennen im steuerbaren Jeep mit einem Panzerzug. Besonders spannend ist ein Einsatz in Paris, in dem wir als französische Widerstandskämpferin mit falschen Papieren unterwegs sind.

Am Ende der Kampagne streift WW2 als eines der ersten derartigen Spiele den Holocaust. Die interaktive Sequenz könnte man kritisieren, weil nicht der ganze Schrecken etwa von Konzentrationslagern gezeigt wird. Die Entwickler haben gesagt, dass sie die Sorge hatten, beim gegenwärtigen Stand der Technik und der spielerischen Mittel dem Thema nicht gerecht zu werden, was der Grund für einen vorsichtigen und zurückhaltenden Ansatz gewesen sei. Wir finden die Stelle im Spiel gelungen, gerade auch vor diesem Hintergrund.

Bodenständiger Multiplayermodus

Im Multiplayermodus macht sich natürlich das Fehlen von Hightech-Ausrüstung wie dem Exoskelett bemerkbar. Die Zeit von Supersprüngen und anderen akrobatischen Extras ist vorbei, auch das Tempo ist gedrosselt. Call of Duty wirkt dadurch im wahrsten Sinne des Wortes bodenständiger - wir finden das sehr gut!

Die neun Modi (unter anderem Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag) wirken durchdacht und gut aufbereitet, vor allem dank der größtenteils stimmungsvoll gestalteten neun Karten. Die greifen natürlich auch das Thema des Zweiten Weltkriegs auf und schicken Spieler unter anderem nach Gibraltar, in die Docks von London und nach Aachen in den Häuserkampf; eine zehnte Karte steht nur Besitzern des Season Pass zur Verfügung.

Eine Besonderheit ist ein asymmetrischer Modus namens Krieg, der auf drei eigenen Karten mit zwei jeweils sechsköpfigen Teams gespielt wird. Das eine Team muss Ziele wie das Erreichen einer Brücke oder das Zerstören eines Artilleriegeschützes schaffen, das andere Team muss versuchen, das zu vereiteln - etwa durch das Errichten von Barrikaden. Ein bisschen wirkt das Ganze wie die Light-Version der Operationen aus Battlefield 1.

Verfügbarkeit und Fazit 

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Prypjat 10. Nov 2017

Wird hier noch über Spiele geredet?

Prypjat 10. Nov 2017

Das Bild passt ^^

DonKamillentee 09. Nov 2017

Quatsch. CoD 1+2, die ich selber noch gespielt habe, waren "DIE" Singleplayerspiele...

Carl Weathers 07. Nov 2017

Gerne. Ich spiele meist als "mono", seit einer Ewigkeit. Gruß, CW

Prypjat 07. Nov 2017

Die Dumme KI gibt es noch jetzt. Da steht ein Soldat mit einer Schrotflinte in 50 Metern...



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