Verfügbarkeit und Fazit

Eine weitere Besonderheit im Multiplayermodus ist eine Art zentrale Sammelstelle, die als Lobby für Onlinespieler dient. In diesem Hauptquartier können wir auf dem Schießplatz trainieren, Tagesbefehle abholen, Schatzkisten kaufen und öffnen (darunter auch kosmetische Extras für echtes Geld). Außerdem können wir dort einer von fünf Divisionen - quasi den Klassen - beitreten, etwa den Gebirgsjägern oder der Infanterie.

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Drittes tragendes Element von WW2 ist der Zombiemodus - letztlich ein mit einem gut gemachten Tutorial-Prolog ausgestatteter Koopmodus für bis zu vier Teilnehmer. Die Spieler kämpfen in einem fiktiven bayerischen Dorf namens Mittelburg auf zwei Karten (The Final Reich, Bauernhaus) in unterschiedlichen Klassen gegen immer neue Horden von Untoten und lösen dabei teils einfache Aufgaben. Das Ganze ist sehr düster und längst nicht so ironisch überzeichnet wie in den Vorgängern aufbereitet; sehr viele bajuwarische Elemente sind übrigens nicht erkennbar.

  • Auf Wunsch hebt ein Vorgesetzter schwer erkennbare Feinde leicht hervor. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Kurz nach dem Start der Kampagne müssen wir ein kleines französisches Dorf befreien. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Einsatz in Paris müssen wir hier die richtige Antwort wissen. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Im Multiplayermodus gibt es fünf Divisionen, darunter die Gebirgsjäger. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Das Multiplayer-Hauptquartier bietet unter anderem einen Schießstand. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Wer mag, kann kosmetische Extras kaufen. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • In wenigen Augenblicken ziehen wir in eine Onlinepartie ... (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Zwischen den Heuhaufen sind Feinde versteckt. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Untoter greift im Zombiemodus an. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu gibt es simple Quicktime-Sequenzen. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)
Das Multiplayer-Hauptquartier bietet unter anderem einen Schießstand. (Bild: Activision/Screenshot: Golem.de)

WW2 verwendet die gleiche Engine wie die Vorgänger, allerdings hat Sledgehammer Games die Laufzeitumgebung weiter optimiert. Ganz auf Höhe der Zeit ist die Grafik nicht, aber unterm Strich sieht das Spiel dank schöner Texturen, schicker Licht- und Schatteneffekte und vor allem wegen der vielen aufwendigen Animationen okay aus. Auf den Konsolen wird der Titel mit einer Bildrate von 60 fps dargestellt, was PS4 Pro und Xbox One X etwas stabiler hinbekommen als die jeweiligen Standardgeräte. Die Auflösung wird dynamisch angepasst - je schneller die Hardware, desto höher auch die jeweils nativ berechnete Menge an Pixeln.

Call of Duty: WW2 ist für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 für rund 60 Euro erhältlich. Während uns die deutsche Sprachausgabe gefällt, gibt es mit der Abmischung stellenweise Probleme - einige Sprecher sind viel zu laut, andere sehr leise. Wer mag, kann auch die englische Tonspur wählen, dazu muss bei den Konsolen die Systemsprache umgestellt werden. Die deutsche Version enthält gegenüber der US-Fassung keine inhaltlichen Änderungen im Multiplayer- und im Zombiemodus. Anders sieht es bei der Kampagne aus: "Die einzige Änderung in der deutschen sowie der österreichischen und der deutschsprachigen Schweizer Fassung des Spiels betrifft die Darstellung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (gemäß § 86a StGB) im Story-Modus", so Activision. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

Viel Heldenepos plus ein bisschen Betroffenheit unter Kameraden in den Zwischensequenzen, und dann ordentlich rums im eigentlichen Spiel: In den meisten Missionen der Kampagne folgt WW2 dem aus vielen Vorgängern bekannten Strickmuster. Die Handlung ist größtenteils aufwendig und gut erzählt, aber letztlich kommen uns viele Elemente allzu vertraut vor - nicht nur wegen des Weltkriegsszenarios.

Das Gameplay von WW2 wirkt über weite Strecken so gut oder schlecht wie frühere Call of Duty. Wer die Serie schon länger kennt, dürfte aber viele Mechaniken noch durchschaubarer finden - etwa, dass es oft nicht auf das Besiegen der Gegner ankommt, sondern auf das Erreichen der Checkpoints. Es wäre schön, wenn sich die Entwickler auch von diesem System künftig lösen würden oder es zumindest geschickter verpacken. Die neue Medizin oder Munition auf Zuruf finden wir nicht gelungen - wenn es drauf ankommt, geht es meist viel zu chaotisch zu. Schade auch, dass die Entwickler nicht häufiger neue Wege gegenüber den Vorgängern gegangen sind wie im spannenden Einsatz in Paris.

Alles in allem bietet die Kampagne von WW2 aber immer noch gute Unterhaltung: Fast hollywoodreife Popcorn-Action, die nie langweilig wird - aber trotz ernster Ansätze eben auch nur selten anrührt und oft kitschig wirkt. Wer richtig viel Drama möchte, in dieser Saison nur einmal gegen Nazis kämpfen will und sich nicht an den Gewaltdarstellungen stört, greift besser zu Wolfenstein 2.

Nachhaltigen Erfolg dürfte WW2 allerdings mit den Zombie- und vor allem Multiplayermodi haben, auch dank vieler sehr schöner Maps. Über das Spieltempo kann man sich zwar streiten, unserer Meinung nach hat Sledgehammer Games aber einen guten Mittelweg gefunden. Den szenariobedingten Wegfall von Hightech-Supersprüngen dürften viele Fans von Call of Duty sogar als Vorteil oder zumindest als willkommene Abwechslung erleben.

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 Call of Duty WW2 im Test: Der Zweite Weltkrieg als Ballerbude
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Prypjat 10. Nov 2017

Wird hier noch über Spiele geredet?

Prypjat 10. Nov 2017

Das Bild passt ^^

DonKamillentee 09. Nov 2017

Quatsch. CoD 1+2, die ich selber noch gespielt habe, waren "DIE" Singleplayerspiele...

Carl Weathers 07. Nov 2017

Gerne. Ich spiele meist als "mono", seit einer Ewigkeit. Gruß, CW

Prypjat 07. Nov 2017

Die Dumme KI gibt es noch jetzt. Da steht ein Soldat mit einer Schrotflinte in 50 Metern...


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