Call of Duty: Kampagne von Modern Warfare 3 führt zu Diskussionen
Ein Sprecher von Activision hat Berichte dementiert, denen zufolge die Kampagne des gerade veröffentlichten Call of Duty – Modern Warfare 3 eigentlich nur eine Kampagne für den 2022 veröffentlichten Vorgänger sein sollte. Modern Warfare 3 sei von Anfang an als "Premiumspiel" konzipiert gewesen; im Handel kostet die Konsolenversion rund 80 Euro.
Einige Entwickler sehen das mit dem "Premiumspiel" anders: Laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) gaben mehrere an dem Shooter beteiligte Personen an, sie seien davon ausgegangen, nur an einer Erweiterung zu arbeiten.
Andere Entwickler sagten Bloomberg, es sei anfangs unklar gewesen, welchen Status und welche Größenordnung das Projekt haben solle.
Das Thema ist aus mehreren Perspektiven interessant. Aus Sicht der Entwickler, weil Modern Warfare 3 in lediglich eineinhalb Jahren produziert werden musste – normalerweise stehen für ein Call of Duty rund drei Jahre zur Verfügung.
Als Folge davon habe es bei dem für Modern Warfare 3 zuständigen Entwicklerstudio Sledgehammer Games wieder Überstunden (Crunch) gegeben, ähnlich wie bei dem vergangenen Projekt Call of Duty Vanguard, das 2021 auf den Markt kam.
Die Frage des Status von Modern Warfare 3 ist aber auch für Spieler interessant: Insbesondere die Kampagne ist auffallend kurz und deutlich weniger aufwendig inszeniert als frühere Serienteile.
Das kritisierte Golem.de im Test, und das finden offensichtlich auch andere: Auf Steam(öffnet im neuen Fenster) kommt die PC-Version auf einen Bewertungsdurchschnitt von "ausgeglichen". Mehrere Spieler bezeichnen den Titel als "schlechtestes Call of Duty aller Zeiten". Kritik gibt es vor allem an der Kampagne, vereinzelt aber auch am Zombiemodus und am Multiplayer.
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