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Hat es uns erwischt, können wir sonst von anderen Spielern wiederbelebt werden oder uns mit einem Extra selbst heilen; im Solomodus funktioniert das auch so einmal. Wenn wir tatsächlich im Team sterben, müssen wir 30 Sekunden lang zuschauen, dann fallen wir an beliebiger Stelle wieder ins Geschehen.

Und wer zehn Minuten lang pausiert, wird rigoros ausgeloggt und darf die Mission ganz von vorne beginnen – auch im echten Solomodus (der nur online spielbar ist). Bei Verbindungsabbrüchen oder Ausstiegen gibt es also keine Checkpoints.

Neben der Koop-Kampagne finden wir im Hauptmenü zwei weitere Punkte: Multiplayer und Zombies. Beide haben wir uns nur kurz angeschaut. Black Ops 7 startet mit 16 klassischen 6v6-Karten, darunter überarbeitete Klassiker wie Raid, Express und Hijacked, sowie zwei großen 20v20-Skirmish-Schauplätzen.

Neue Gadgets wie Needle-Drones oder Psych-Granaten, ein ausgebautes Loadout-System mit Overclocks und moderne Scorestreaks wie Gravemaker oder D.A.W.G. bieten Abwechslung. Persistente Lobbys und offenes Matchmaking sollen Matches beschleunigen und die Gegnerfelder durchmischen.

Zombies beginnt mit Ashes of the Damned, das ist nach Angaben von Activision die bislang größte Round-Based-Karte der Reihe mit sechs Regionen und einem aufrüstbaren Pick-up-Truck als Wunderfahrzeug.

Neben dem klassischen Modus gibt es die fordernde Cursed-Variante, das einsteigerfreundliche Directed-Format, Survival-Karten und die Rückkehr von Dead Ops Arcade 4 mit rund 80 Levels. Alle Fortschritte sind vollständig mit Kampagne und Multiplayer verknüpft.

Das von Treyarch(öffnet im neuen Fenster) entwickelte Call of Duty – Black Ops 7 ist für Windows-PC, Playstation 4 und 5 sowie Xbox One und Series X/S erhältlich. Der Preis liegt bei rund 80 Euro, dazu kommen optionale Mikrotransaktionen und der Season Pass.

In einigen Game-Pass-Abostufen ist die Basisversion des Spiels enthalten. Die deutsche Sprachausgabe ist gelungen, die USK erteilte eine Freigabe ab 18 Jahren.

Fazit

Black Ops 7 wagt mit seiner reinen Koop-Kampagne einen großen Schritt. Und stolpert prompt über erstaunlich viele Details, die den Spielspaß nachhaltig stören. Wir kämpfen gefühlt häufiger gegen Designvorgaben als gegen Gegner.

Dazu kommen eine unzugängliche Erzählstruktur, fehlende Komfortfunktionen und viele in die Länge gezogene Bosskämpfe. Uns nervten auch die Traum- und Parallelwelten massiv. Nach Call of Duty fühlt sich das nicht mehr an!

Zu oft hängt die Schwierigkeit davon ab, wen wir zugelost bekommen. Mit guten Partnern wird alles zum schnellen Durchmarsch, echtes Solo ist dagegen zäh. Die Menüstruktur ist überladen, die Effektdichte anstrengend, und viele Entscheidungen – von fehlenden Pausen bis zum Online-Zwang – wirken unflexibel.

Nur wenige Missionen beweisen, dass das Konzept Potenzial gehabt hätte. Als lockeres Abend-PvE kann die Kampagne immerhin stellenweise unterhalten. Wer jedoch ein starkes Black-Ops-Soloerlebnis oder Koop-Design erwartet, wird von diesem Spiel enttäuscht.


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