Call of Duty: Infinity Ward will rassistische Pseudonyme stoppen

Viel zu spät oder besser als nie? Das Entwicklerstudio Infinity Ward will rassistische Pseudonyme in Warzone nun wirklich unterbinden.

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Artwork von Call of Duty Warzone
Artwork von Call of Duty Warzone (Bild: Activision)

Das kalifornische Entwicklerstudio Infinity Ward hat sich auf Twitter dafür entschuldigt, bisher nicht genug gegen rassistische und andere Arten von "hassorientierten" Pseudonymen in Call of Duty Warzone vorgegangen zu sein. Derartige Namen sind zwar schon länger untersagt, das Verbot wurde aber bisher nicht mit voller Konsequenz durchgesetzt.

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In den Spielerlisten waren zumindest bislang ohne großen Suchaufwand rassistische, homophobe und antisemitische Spielernamen zu finden - oft so mit Zahlen, Buchstabendrehern oder Symbolen angereichert, dass einfache Filter nicht funktionieren.

Das soll sich nun ändern. Die Entwickler versprechen unter anderem bessere Filter und Meldesysteme, Beschränkungen beim Wechsel der Pseudonyme und generell mehr Aufwand beim Überwachen des Spiels.

In dem Beitrag auf Twitter bezieht sich das Entwicklerstudio zwar nicht ausdrücklich auf die Proteste in den USA nach dem mutmaßlichen Mord an George Floyd durch Polizisten in Minneapolis. Die Gestaltung des Beitrags erinnert aber an andere Wortmeldungen im Zusammenhang mit der Black-Lives-Matter-Bewegung von Infinity Ward, Activision und Blizzard.

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Vor einige Tagen hatten die Entwicklerstudios hinter Call of Duty bekanntgegeben, dass wegen der Proteste alle neuen Inhalte für Modern Warfare, Warzone und Call of Duty Mobile erst später erscheinen. Neue Termine liegen noch nicht vor.

Bislang haben viele bekannten Entwicklerstudios und Publisher in sozialen Netzwerken ihre Unterstützung für Black Lives Matter und ähnliche Aktionen und Organisationen veröffentlicht und gleichzeitig Rassismus strikt abgelehnt.

Einige Firmen versprachen finanzielle Unterstützung für entsprechende Einrichtungen. Besonders weit ist Electronic Arts mit einer Spende von einer Million US-Dollar gegangen.

Soweit wir es gesehen haben, ist die Aktion von Infinity Ward aber eine von sehr wenigen konkreten Maßnahmen gegen Rassismus. Das Unterbinden von rassistischen Pseudonymen mag wie eine Kleinigkeit wirken.

Es sorgt in einem lautstarken Teil der Communty aber für wütende Proteste, weil die Nutzer etwa ihr Recht auf Meinungsäußerung eingeschränkt sehen - man muss nicht lange im sozialen Netz suchen, um entsprechende Beiträge zu finden.

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