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Call of Duty Ghosts: Ohne 6 GByte Arbeitsspeicher nicht spielbar

Obwohl Call of Duty Ghosts kaum mehr als 2 GByte Arbeitsspeicher belegt, startet der Shooter auf Systemen mit weniger als 6 GByte RAM nicht. Ein 64-Bit-Windows ist ebenfalls Pflicht.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Marc Sauter
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Die Ausführungsdatein von CoD Ghosts belegt kaum mehr als 2 GByte Arbeitsspeicher. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Die Ausführungsdatein von CoD Ghosts belegt kaum mehr als 2 GByte Arbeitsspeicher. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Ohne zwingende technische Gründe setzt Call of Duty Ghosts mindestens 6 GByte Arbeitsspeicher voraus. Ist eine geringere Menge RAM verbaut, so verweigert der Shooter mit einer Fehlermeldung den Start. Immerhin ist Ghosts so konsequent, nach einem 64-Bit-Windows zu verlangen, denn nur ein solches kann die angeblich benötigten 6 GByte überhaupt adressieren. Wie willkürlich diese Speicherbeschränkung ist, zeigt ein schon jetzt verfügbarer Crack. Mit diesem startet Ghosts auch mit 4 GByte RAM.

Call of Duty Ghosts - Test
Call of Duty Ghosts - Test (02:20)

Viel Speicher muss es sein

Die minimalen Systemanforderungen(öffnet im neuen Fenster) des Shooters sind für CoD-Verhältnisse ohnehin überraschend hoch, denn neben einem 64-Bit-Windows muss eine DX11-Grafikkarte vorhanden sein und das Spiel verschlingt 28 GByte Festplattenspeicher - angesichts der wie gehabt nicht durchweg hochauflösenden Texturen etwas fragwürdig.

In vielen Fällen sind die minimalen RAM-Voraussetzungen nur ein Richtwert, bei Ghosts hingegen eine vermeintlich unüberwindbare Hürde: Auf PCs mit weniger als 6 GByte Arbeitsspeicher erscheint einzig die Meldung "Fataler Fehler: Ihr Systemspeicher (RAM) erfüllt nicht die Mindestanforderungen für den Betrieb von Call of Duty: Ghosts" . Plausibel ist hingegen die Notwendigkeit eines 64-Bit-Windows, denn die DX11-Version von Ghosts erscheint auch für die Playstation 4 und die Xbox One, beides 64-Bit-Konsolen.

RAM-Sperre bereits geknackt

Dass diese Beschränkung jedoch auf keiner technischen Notwendigkeit basiert, zeigt die Cracker-Szene: Eine Gruppe hat neben dem Steam-DRM die Speicherlimitierung bereits ausgehebelt. Call of Duty Ghosts startet mit einem kleinen Fix auch mit 4 GByte RAM, ein 64-Bit-Windows ist aber weiterhin nötig. Die Ausführungsdatei des Shooters belegt in der ersten und zweiten Mission maximal rund 2,3 GByte.

Bei einem 32-Bit-Betriebssystem darf eine Anwendung im virtuellen Adressraum nur 2 GByte Speicher belegen. Soll das Programm mehr Speicher adressieren, so ist ein LAA-Flag der Ausführungsdatei notwendig. Ein solches Flag ist ein Vermerk in der Exe-Datei selbst, er kann mit entsprechenden Programmen angebracht werden - nicht jede Datei läuft danach aber noch problemlos. Unter 64 Bit und mit einer 64-Bit-Ausführungsdatei sind mehr als 2 GByte hingegen kein Problem.

Rein technisch hat der CoD-Entwickler Infinity Ward allerdings die richtige Entscheidung getroffen. Nachdem die Shooter-Serie jahrelang einen D3D9-Renderer verwendet hat, überarbeitete Treyarch die Engine für Black Ops 2 und erweiterte den Renderer um eine D3D10.1-Funktionalität. Ghosts wiederum basiert auf dieser Technik und bietet DX11-Unterstützung samt Tessellation sowie Nvidias HBAO+ . Die Xbox-One-Version läuft nur in 720p , dies ist jedoch dem ESRAM geschuldet .

Nachtrag vom 6. November 2013, 11:30 Uhr

Die Kollegen der PC Games Hardware haben Grafikkarten-Benchmarks zu Call of Duty Ghosts veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Diese wurden mit maximalen Details samt 4x Multisampling-Kantenglättung in 1.920 x 1.080 sowie 2.560 x 1.440 Pixeln angefertigt. Neben aktuellen Treibern kommt das übliche Testsystem mit einem übertakteten Core i7-4770K zum Einsatz. Der schnelle Prozessor verhindert eine CPU-Limitierung.

Wie so oft bei CoD-Benchmarks dient eine Szene mit Hubschrauber als Benchmark-Basis, Teammitglieder sowie Gegner fordern die Hardware in diesem Außenlevel. Gegenüber Black Ops 2 fallen die Frames per second drastisch geringer aus, über 30 Bilder pro Sekunde erreicht erst eine HD 7870 - AMDs Radeons schneiden allerdings schlecht ab, ein neuer Treiber dürfte daher bald erscheinen. Messungen ohne MSAA gibt es nicht, wir gehen von etwa einem Viertel mehr Frames per second aus, wenn 4x MSAA deaktiviert ist.


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