Call of Duty: Entwickler von WW2 schalten dedizierte Server ab

Seit dem Start von Call of Duty WW2 am 3. November 2017 gibt es immer wieder technische Probleme mit dem Multiplayermodus. Nach der Veröffentlichung des bislang nur für Xbox One und Playstation 4 veröffentlichten Updates auf Version 1.05 ist die Lage allerdings richtig eskaliert: Es gab Verbindungsabbrüche, überlange Wartezeiten und weitere Komplikationen. Als Folge davon hat das Entwicklerstudio Sledgehammer Games am 12. November 2017 die dedizierten Server abgeschaltet.

Anfragen nach Multiplayerpartien werden nun auf P2P-Server umgeleitet, was natürlich entsprechende Probleme nach sich zieht – etwa, dass sich der Host plötzlich verabschiedet und das Match abbricht. Lediglich in einigen kleinen Gebieten in den USA betreiben die Entwickler derzeit weitere dedizierte Server – aus Testgründen, und mit sehr begrenzter Kapazität. Der reguläre Betrieb soll so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden, so Sledgehammer Games in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) .
Als Folge der technischen Probleme befinden sich Besucher des Headquarters nach dem Start alleine im Feldlager – das ja eigentlich gerade als Treffpunkt mit anderen Spielern gedacht ist. Immerhin soll es möglich sein, seine Freunde per Einladung nachzuholen. Die Veröffentlichung des PC-Patches ist bis auf weiteres verschoben, so Sledgehammer Games. Zuvor soll noch ein Update für die Konsolenversionen erscheinen, das allerdings nur ein kleineres Problem beim Beenden von Partien behebt.
Ein Grund für die Schwierigkeiten könnte durchaus sein, dass WW2 ( Test auf Golem.de ) die Verkaufserwartungen deutlich übertroffen hat und die Server nun entsprechend überfordert sind. Nach Angaben von Publisher Activision liegt der Absatz in den ersten Tagen bei rund dem Doppeltem von dem, was Infinite Warfare erreicht hatte – also das Ende 2016 veröffentlichte, in einem modernen Szenario angesiedelte Call of Duty. Offenbar kommt der Zweite Weltkrieg bei vielen Spielen deutlich besser an.