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Call of Duty: Black Ops 3 hat mehr Macht und weniger Schlauchlevel

E3 2015
Superkräfte fast wie in Star Wars, computergesteuerte Koop-Kollegen und deutlich weniger schlauchige Levels: Mit seiner Kampagne will Black Ops 3 einiges anders machen als bisher.
/ Peter Steinlechner
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Call of Duty: Black Ops 3 (Bild: Activision)
Call of Duty: Black Ops 3 Bild: Activision

Ein Krieger streckt dem Gegner die flache Hand entgegen, dem Feind wird schwindelig und er kippt aus den Latschen: Den ein oder anderen Spieler wird diese Fähigkeit der Supersoldaten in Black Ops 3 an "Force Push" erinnern. In dem Actionspiel von Treyarch(öffnet im neuen Fenster) sollen die Supersoldaten die Welt retten. Die Protagonisten verfügen über viele Spezialfähigkeiten, die an übersinnliche Fähigkeiten erinnern, aber innerhalb des Zukunftsszenarios irgendwie technisch begründet sind.

Call of Duty Black Ops 3 – Gameplay (E3 2015)
Call of Duty Black Ops 3 – Gameplay (E3 2015) (04:17)

Durch die ausgestreckte Hand etwa wird wohl ein Nano-Nebel versprüht, der biologische Lebensformen in der Nähe umgehend außer Gefecht setzt. Blöderweise sind die vielen Roboterkrieger, die bei der Präsentation auf der E3 in Los Angeles als Feinde ebenfalls zu sehen waren, von derlei Tricks nicht beeindruckt. Uns haben sie ebenfalls dezent an Star Wars erinnert, etwa an die Hightecharmee aus Episode 1.

Die menschlichen und technischen Soldaten haben auf der E3 in einem Kampagnenabschnitt gespielt, der den Namen Ramses Station trägt und irgendwo in Ägypten angesiedelt ist. Dort war deutlich zu sehen, wie Treyarch sich von den bisher serientypischen Schlauchlevels verabschieden will: Die Schlacht fand in einer Art sehr großem Kessel statt – was es in Call of Duty bislang nur in deutlich kleinerer Form gab.

In Black Ops 3 soll es aber öfter vorkommen, dass der Spieler mit seiner Einheit gegen Feinde antritt, die Nachschub aus allen Richtungen liefern. Neben Infanteristen waren das in Ramses Station unter anderem riesige Kampfvehikel, die von Drohnen über der Schlacht abgeworfen wurden. Das Ganze war imposant inszeniert, mit vielen Kämpfern und krachenden Explosionen, die teils regelrecht Asphaltfetzen durch die Luft schleuderten – in der Form haben wir das bislang in keinem Spiel gesehen.

Zu viert durch die Kampagne

Eine weitere Neuerung in Black Ops 3 ist, dass der zu Beginn der Kampagne frei konfigurierbare Soldat oder die Soldatin immer mit drei Kumpels durch die Missionen zieht. Die werden wahlweise von echten Freunden gesteuert oder von der KI. Bei der Präsentation hat das sehr ordentlich funktioniert: Normalerweise konzentrierten sich die Kameraden einfach auf die nächsten Feinde, griffen aber beim Auftauchen eines größeren Gegners etwa zum Raketenwerfer.

Call of Duty Black Ops 3 – Gameplay-Trailer (E3 2015)
Call of Duty Black Ops 3 – Gameplay-Trailer (E3 2015) (01:58)

Neben den offeneren Umgebungen und den KI-Kameraden spielen auch Hightech-Hilfsmittel eine größere Rolle, etwa für verbesserte Hacking-Kenntnisse oder für das Fernsteuern von Kampfdrohnen. Das ist auch im Solomodus relativ komplex, weil sich der Spieler zwischen vielen Spezialisten mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten entscheiden muss und das dann wiederum mit dem Multiplayermodus verknüpfbar ist. In den kommenden Monaten wird es dazu sicherlich noch einiges an Informationen geben, nicht zuletzt auf der Gamescom 2015.

Black Ops 3 soll am 6. November 2015 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen. Auf Konsole will Treyarch eine Bildrate von 60 fps bieten. Die PS4-Fassung soll 1080p (1.920 x 1.080 Pixel) bieten, bei der Xbox One ist über die endgültige Auflösung noch nichts bekannt.

PC-Spieler sollen in Ultra-HD antreten können. Dann ist ein Rechner mit einem Windows ab Version 7, in jedem Fall aber in 64 Bit, nötig. Dazu kommt etwa ein Intel Core i3-530 mit 2,93 GHz, sowie unter DirectX-11 eine Nvidia Geforce GTX 470 oder eine AMD Radeon HD 6970, jeweils mit 1 GByte Videospeicher. Der Hauptspeicher muss 6 GByte groß sein.


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