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Call of Duty: Activision klagt gegen deutschen Cheat-Anbieter

Unter Cheatern sind die im Abo angebotenen Aimbots des Herstellers Engine Owning derzeit besonders beliebt. Nun klagt Activision in den USA.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Call of Duty (Bild: Activision)
Artwork von Call of Duty Bild: Activision

Der Publisher Activision hat am 4. Januar 2022 in Kalifornien eine Klage gegen den aus Deutschland stammenden Cheat-Anbieter Engine Owning eingereicht. Activision wirft dem Unternehmen vor, mit Aimbots und anderen Systemen den Betrieb von Call of Duty zu stören.

Konkret werden mehrere Ableger der Serie genannt, neben Warzone auch Black Ops 3 und Modern Warfare 3. Der neueste Serienteil Vanguard wird im Dokument der Anwälte(öffnet im neuen Fenster) nicht ausdrücklich erwähnt.

Engine Owning vermarktet die Cheats über eine eigene Webseite. Das Angebot ist groß, unter anderem gibt es Aimbots und Triggerbots, die dem Anwender in den PC-Versionen von Call of Duty beim Zielen helfen.

Um die Cheats nutzen zu können, sind Abos nötig. Wer etwa in Warzone drei Tage lang schummeln möchte, muss dafür knapp 4 Euro bezahlen. Für 90 Tage sind knapp 32 Euro fällig. Das Ganze ist aufwendig gemacht, inklusive einer Seite mit dem Serverstatus von Engine Owning.

Die Software ist wegen dieser professionell anmutenden Qualität derzeit berühmt-berüchtigt in der Community. Es gibt auch Angebote für Battlefield 5, Slipgate und Titanfall 2.

Zur Klage kommt das Anti-Cheat-Tool Ricochet hinzu

Activision will mit der Klage offensichtlich dafür sorgen, dass Engine Owning künftig keine Cheats mehr für Call of Duty anbietet. Außerdem wird Schadenersatz gefordert - eine konkrete Summe wird allerdings nicht genannt.

Cheater sind in Call of Duty schon länger ein echtes Problem. Es dürfte viele Spieler geben, die wegen der Betrüger entnervt aufgegeben haben, an den Partien teilzunehmen.

Call of Duty Vanguard - PC Trailer
Call of Duty Vanguard - PC Trailer (01:37)

Activision hat gerade erst ein neues Anti-Cheat-Tool namens Ricochet veröffentlicht, ohne das die PC-Version von Warzone nicht mehr funktioniert. Ende Dezember 2021 wurden rund 48.000 Cheater gesperrt.


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