Call-ID-Spoofing: Bundesnetzagentur kann Querdenker nicht rückverfolgen

Call-ID-Spoofing und verbotene Roboteranrufe für eine Querdenker-Demo in Stuttgart: Die Bundesnetzagentur gibt auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Querdenker-Demo in Berlin
Querdenker-Demo in Berlin (Bild: Sean Gallup/Getty Image)

Der Bundesnetzagentur ist es nicht gelungen, die Täter von verbotenen Werbeanrufen für eine Demonstration der Querdenker in Stuttgart zu ermitteln. Das berichtet die Nachrichtenseite T-Online unter Berufung auf die Behörde. Tausende Roboteranrufe mit einer Bandansage hatten am 3. April 2021 Stuttgarter Bürger belästigt.

Stellenmarkt
  1. IT-Projektleiter (m/w/d)
    GRUNER AG, Wehingen
  2. Software-Entwickler C# / .NET m/w/d
    Ashampoo GmbH & Co. KG, Rastede
Detailsuche

Rund 270 Beschwerden gingen deswegen bei der Bundesnetzagentur ein, die in solchen Fällen Bußgelder eigentlich "bis zu 300.000 Euro" festgesetzt kann.

Doch die Anrufe kamen nicht von der angezeigten Berliner Nummer 030-77331133 oder von der 0351 aus Dresden, sagte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur T-Online. "Das Verfahren wurde ohne Maßnahme eingestellt. Nach den Erkenntnissen der Bundesnetzagentur waren die Rufnummern manipuliert, also gefälscht", erklärt sie zu dem Call-ID-Spoofing.

Der Bundesnetzagentur gelang es nicht, die Rufnummern des tatsächlich genutzten Anschlusses zu ermitteln, wozu ein Zugriff auf die Verkehrsdaten von den Netzbetreibern nötig wäre. Nach der Änderung am Telekommunikationsmodernisierungsgesetz, das am 1. Dezember 2021 in Kraft tritt, müssen Telekommunikationsbetreiber Verbindungsdaten für Verfahren der Bundesnetzagentur wegen Rufnummernmanipulation herausgeben, berichtet T-Online.

Verbreitung von Verschwörungsmythen auch über Radiofrequenzen

Golem Karrierewelt
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Unbekannte hatten im April 2021 im Münsterland eine Radiofrequenz des WDR für Botschaften zur Coronapandemie aus der Querdenker-Szene gekapert. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wandte sich die Polizei aus dem Ort Ahaus an die Behörde und berichtete von dem Vorfall.

Bei einer Frau sei während einer Autofahrt plötzlich das Programm des WDR-Senders 1Live überlagert worden. Für etwa 45 Sekunden sei stattdessen eine "blecherne Stimme" erklungen, "die Corona-Thesen aus der Querdenker-Szene" verbreitet habe. Auch der WDR bestätigte die Störungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


moppi 09. Jul 2021

LOL nein bei Clip No Screening wird die Rufnummer erst am letzen Glied raus genommen...

Lapje 09. Jul 2021

Du machst einen großen Fehler: Du beschränkst das ganze nur auf die Demos - es geht mir...

muhzilla 09. Jul 2021

Ich glaube das mit der Ignoranz hast du falsch verstanden: Ich meinte nicht, dass du...

User_x 08. Jul 2021

Ist generelle Werbung auch... aber die wird geduldet... Haha, sollten die Querdenker dann...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Erdbeben und Vulkanausbrüche
Glasfaserkabel als Frühwarnsystem

Seismografen registrieren Bodenbewegungen, Glasfasern können das aber besser. Forscher hoffen, mit ihnen Erdbeben und Vulkanausbrüche besser vorhersagen zu können.
Ein Bericht von Werner Pluta

Erdbeben und Vulkanausbrüche: Glasfaserkabel als Frühwarnsystem
Artikel
  1. Visual Studio Code im Web mit Gitpod: Ein Gewinn für jede Tool-Sammlung
    Visual Studio Code im Web mit Gitpod
    Ein Gewinn für jede Tool-Sammlung

    Helferlein Der Code-Editor Visual Studio Code erobert den Browser und die Remote-Arbeit - und das Kieler Unternehmen Gitpod ist mit seiner Lösung ganz vorne mit dabei.
    Von Kristof Zerbe

  2. Memory Sanitizer: Neues Kernel-Werkzeug findet 300 Speicherfehler
    Memory Sanitizer
    Neues Kernel-Werkzeug findet 300 Speicherfehler

    Trotz Compilerwarnungen und -Werkzeuge gibt es weiter neue Speicherfehler im Linux-Kernel. Ein Memory Sanitizer soll das zum Teil verhindern.

  3. Technoblade: Minecraft verabschiedet verstorbenen Streamer mit Krönchen
    Technoblade
    Minecraft verabschiedet verstorbenen Streamer mit Krönchen

    Nach dem Tod des bekanntesten Minecraft-Streamers trauert die Community. Das Entwicklerstudio Mojang verabschiedet Technoblade im Launcher.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP HyperX Gaming-Headset -40% • Corsair Wakü 234,90€ • Samsung Galaxy S20 128GB -36% • Audible -70% • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 948€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ [Werbung]
    •  /