Cablegate: Manning entschuldigt sich für Dokumentenweitergabe

Bradley Manning hat sich für die Weitergabe von geheimen US-Dokumenten und die Konsequenzen seiner Handlungen entschuldigt. Er habe helfen und keinen Schaden anrichten wollen, sagte er vor dem Militärgericht.

Artikel veröffentlicht am ,
Bradley Manning (nach dem Schuldspruch am 30. Juli 2013): Persönliche Probleme sind keine Entschuldigung.
Bradley Manning (nach dem Schuldspruch am 30. Juli 2013): Persönliche Probleme sind keine Entschuldigung. (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Bradley Manning hat sich vor dem Militärgericht dafür entschuldigt, geheime Dokumente weitergegeben und damit dem Land geschadet zu haben. Manning habe vor dem Gericht eine rund dreiminütige Erklärung abgegeben, berichtet die New York Times. Nach dem Schuldspruch wird derzeit über das Strafmaß verhandelt.

"Ich bereue, dass meine Handlungen Menschen geschadet haben. Ich bereue, dass sie den Vereinigten Staaten geschadet haben", sagte Manning und entschuldigte sich für die "unbeabsichtigten Konsequenzen". Er habe Menschen helfen, nicht ihnen schaden wollen.

Persönliche Probleme

Zu dem Zeitpunkt, als er die Dokumente an Wikileaks weitergegeben habe, habe er unter starkem persönlichem Druck gestanden, sagte Manning unter Anspielung auf seine Homosexualität. Allerdings seien seine persönlichen Probleme keine Entschuldigung für seine Taten.

Manning habe sich als naiv beschrieben, berichtet die Washington Post. Er habe gewusst, was er tat. Allerdings seien ihm die Folgen seiner Handlungen nicht bewusst gewesen. "Diese Faktoren sind mir jetzt klar." Wenn er heute zurückschaue, frage er sich, wie er habe glauben können, er könne mit seinen Handlungen die Welt verbessern.

Eines Tages das College besuchen

Ihm sei klar, dass er den Preis für seine Handlungen bezahlen müsse, sagte Manning. Er wisse, dass er ein besserer Mensch werden könne, und hoffe, dass er eines Tages ein gutes Verhältnis zu seiner Schwester und ihrer Familie aufbauen und das College besuchen könne. Es war erst das dritte Mal seit seiner Verhaftung im Jahr 2010 gewesen, dass Manning sich öffentlich geäußert hat.

Das Militärgericht hatte Manning Ende Juli wegen Spionage verurteilt. Den schwerer wiegenden Vorwurf der Feindbegünstigung hatte das Gericht jedoch fallengelassen. Das Gericht hat Manning in 20 von 22 Anklagepunkten für schuldig befunden. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von 136 Jahren.

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IT.Gnom 16. Aug 2013

Ja, das hat man dann später im Kalten Krieg so gemacht. Damals 45 war man noch nicht so...

IT.Gnom 16. Aug 2013

Aber komischerweise hat bei Pinochet der Westen dass noch als gut befunden und...

IT.Gnom 16. Aug 2013

Nein, bessere Menschen zerschlagen überhaupt nichts und niemanden. Bessere Menschen tun...

Charles Marlow 15. Aug 2013

Der Delinquent bereut seine "Tat" und bittet um Vergebung. Faustrecht, Raubkriege...



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