Cablecom: Kabelnetzbetreiber nennt Preis für 500 MBit/s
UPC Cablecom berechnet Kunden für die Datenübertragungsrate von 500 MBit/s einen Preis von 109 Schweizer Franken (101 Euro). Das gab der Schweizer Kabelnetzbetreiber am 12. November 2015 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Datenrate werde im gesamten Land allen Kunden zur Verfügung gestellt, wurde im Sommer bereits angekündigt.
Zudem bringt Cablecom mit der Connect Box einen neuen Router auf den Markt, der auch über WLAN die hohe Datenrate gewähren soll.
Mit Docsis 3.0, einem Standard, der die Anforderungen für Datenübertragungen im TV-Kabelnetz festlegt, sind im Kabelnetz technisch bis zu 600 MBit/s im Download möglich. Allerdings ist das Koaxialkabel ein Shared-Medium, bei dem sich die Nutzer die Bandbreite teilen müssen. Mit Docsis 3.1 wird sich eine Datenübertragungsrate von 10 GBit/s erreichen lassen. Cablecom gibt an, in großen Teilen ein Glasfasernetz zu betreiben, wo sehr hohe Datenraten möglich sind. Unternehmenssprecher Bernard Strapp sagte Golem.de, dass das Netz von UPC Cablecom eine Kombination von Glasfaser und Koax, sei, wobei ein hoher Anteil aus Glasfaser bestehe. "Bereits heute können Kunden in großen Teilen des Anschlussgebietes von Bandbreiten von 500 MBit/s profitieren."
Die Cablecom mit Sitz in Zürich gehört zum weltgrößten TV-Kabelnetzbetreiber Liberty Global. Der britische Konzern besitzt auch große Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Der Aufsichtsratschef des Kabelkonzerns, John Malone, kaufte im Jahr 2011 Kabel Baden-Württemberg für knapp 3,2 Milliarden Euro, zwei Jahre zuvor hatte er für 3,5 Milliarden Euro den Kabelkonzern Unitymedia übernommen.
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