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Unser umgebauter C64 mit angeschlossenen Joysticks
Unser umgebauter C64 mit angeschlossenen Joysticks (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unser Emulator-C64 ist nicht original, macht aber Spaß!

Manch einer mag jetzt durchaus berechtigterweise einwenden, dass Basic mittlerweile eine obsolete Programmiersprache ist. Wer sich allerdings für Heimcomputer interessiert, kann mit Basic immer noch eine Menge Spaß haben. Zudem ist die Sprache recht leicht erlernbar und führt nach kurzer Zeit zu ersten Erfolgen, die über 10 PRINT "Hallo", 20 GOTO 10 hinausgehen. Ein gut gemachtes Tutorial zu Basic stammt von Andreas Hammer, der die Anleitung online kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

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  • Für den Umbau müssen wir das Motherboard entfernen und ein paar wenige Veränderungen am Gehäuse vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Dremel schneiden wir eine Aussparung in das Gehäuse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf diese Weise können wir den Raspberry Pi so montieren, dass wir an alle Anschlüsse herankommen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Keyrah-Modul leitet die Tastaturanschläge an den Respberry Pi weiter - wir können daher die C64-Tastatur weiter verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Keyrah-Modul lässt sich direkt an den vorhandenen Schraublöchern montieren. Unsere Verkabelung ist zugegebenermaßen nicht optimal. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Eingänge des Keyrah-Tastaturmoduls (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die USB-Eingänge und der Ethernetport des Raspberry Pi (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Als Software-Plattform haben wir uns für Retropie entschieden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter Retropie können wir neben zahlreichen anderen Emulatoren mit Vice auch einen bewährten C64-Emulator verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Keyrah-Modul erlaubt es uns, unsere alten Joysticks weiter zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um in Retropie zu navigieren, haben wir zudem ein Xbox-360-Gamepad angeschlossen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur des C64 wird in das Keyrah-Modul gesteckt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der eingebaute Raspberry Pi (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser Werk in der Totale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In Vice können wir auch wie gewohnt eigene Basic-Programme schreiben und abspeichern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Spiele lassen sich einfach über die Oberfläche von Retro Pie laden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser C64-Umbau mit einem Competition Pro und einem Quickjoy (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser fertiger Umbau: In ein C64-Gehäuse haben wir einen Raspberry Pi und ein Keyrah-Tastaturmodul eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Unser C64-Umbau mit einem Competition Pro und einem Quickjoy (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unser umgebauter C64 mag für manchen Puristen nicht akzeptabel sein, wir finden die Verbindung aus alter und neuer Hardware allerdings charmant. Unser Raspberry Pi hat mit dem C64 selbst nicht nur eine überaus passende Hülle: Dank des Keyrah-Moduls ist außerdem die Tastatur noch wie bei einem originalen C64 nutzbar. Zudem hat das Modul zwei Controller-Port-Anschlüsse für unsere alten Joysticks, was für unser Spielerlebnis super ist.

Dank des Vice-Emulators kann der Raspberry-C64 zudem auch zum Programmieren verwendet werden. Ganz Verrückte könnten selbst programmierte Programme als .C64-Datei abspeichern, das Image auf einen PC exportieren und mit Hilfe eines X1541-Kabels über ein angeschlossenes Commodore-Diskettenlaufwerk auf eine 5,25-Zoll-Diskette speichern. Ob das Sinn ergibt oder nicht, ist weniger die Frage - es geht!

Unser Umbau ist variabel

Dank Retropie sind wir mit unserem Umbau nicht nur auf C64-Spiele beschränkt, sondern können auch eine Vielzahl anderer Konsolenklassiker spielen. Wer wirklich nur einen C64 emulieren will, kann sich Vice auch unter Raspbian installieren.

Die Kosten für unseren Emulations-C64 liegen bei 100 Euro, wenn alle Teile neu gekauft werden müssen - die Kosten für den C64 selbst sind der Punkt, der am schwierigsten einzuschätzen ist. Das Keyrah-V2-Modul kostet im Onlinehandel 40 Euro, ein Raspberry Pi 3 Model B ist für 35 Euro zu bekommen. Ein als defekt ausgewiesener C64 kostet bei Ebay zwischen 20 und 50 Euro. Günstiger wird es natürlich, wenn einige der benötigten Komponenten bereits vorhanden sind - das Keyrah-Modul dürfte sicherlich das Teil sein, was sich die meisten noch kaufen müssen.

Uns überzeugt der moderne C64, auch wenn Puristen uns widersprechen mögen. So sehr auch wir unseren C64-C mit 1541-Laufwerk lieben - praktischer ist unser Raspberry-Pi-Umbau auf jeden Fall. Und ehrlich gesagt haben wir nach einer Weile komplett vergessen, dass wir kein Originalgerät vor uns stehen haben.

 Her mit den selbstgebrauten Spielen!

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Anonymer Nutzer 24. Aug 2017

Jeder wird mal alt, auch die C64 Generation. Und die verhält sich jetzt halt ähnlich...

lgo 04. Aug 2017

Vielleicht ist das hier ja was für Dich: https://www.c64-wiki.de/wiki/Micro64 Und ich...

Onkel Ho 03. Aug 2017

Cool danke Dir! Mal sehen ob ich irgendwann Zeit finde. Nen Nuc hab ich noch rumliegen...

ManMashine 03. Aug 2017

Ja... WENN man es denn mal bekommt. Und der Preis is auch ganz schön happig

JK1974 03. Aug 2017

Hi, ich hatte es mit RetroPie auf einem Raspi2 mit Composite-TV-Out am Röhren-TV, aber...



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