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C3-Konstellation: China plant Cubesat-Netzwerk für den Mond

Die wissenschaftliche Mission soll wichtige Daten sammeln und unter anderem Ländern des Globalen Südens den Zugang zum Weltraum ermöglichen.
/ Patrick Klapetz
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Symbolbild von einer Satellitenkonstellation (Bild: Terran Orbital)
Symbolbild von einer Satellitenkonstellation Bild: Terran Orbital

Der chinesische Raumfahrtsektor plant eine Schwarmsatellitenmission, die im cislunaren Raum, also dem Bereich zwischen Erde und Mond, platziert werden soll. Die sogenannte Cislunar Cubesat Constellation (C3)(öffnet im neuen Fenster) soll aus 30 Kleinsatelliten (Cubsats) bestehen und nach Gammastrahlenausbrüchen suchen, hochenergetische Teilchen des Weltraumwetters messen, magnetometrische Messungen durchführen und den Mond nach Ressourcen vom Weltraum aus absuchen.

Das Projekt wurde am 4. September 2026 auf der Internationalen Konferenz zur Erforschung des Weltraums 2026 in der chinesischen Stadt Hefei vorgestellt. Präsentiert wurde das Projekt von der Internationalen Vereinigung zur Erforschung des Weltraums (International Deep Space Exploration Society(öffnet im neuen Fenster)) sowie dem chinesischen Labor für Weltraumforschung (Deep Space Exploration Laboratory, DSEL(öffnet im neuen Fenster)), welches auch Tiandu Laboratory genannt wird.

30 Satelliten für eine stabile Umlaufbahn

Neben den bereits genannten Hauptaufgaben soll die Konstellation die cislunare Umgebung dreidimensional überwachen. Durch den Einsatz mehrerer Satelliten hofft das Missionsteam, dass die C3-Mission mehrere Datenpunkte für wissenschaftliche Referenzen bereitstellen kann. Dafür sollen 30 Kleinsatelliten im 12U-Cubesat-Format zum Einsatz kommen, die also etwa die Größe eines Schuhkartons haben und dabei jeweils 30 kg wiegen.

Auf der Konferenz wurde von dem Missionsteam vorgeschlagen, dass die 30 Raumfahrzeuge in Sechsergruppen oder mithilfe von fünf Orbitaltransferfahrzeugen im Weltraum ausgesetzt werden sollen. Insgesamt sind derzeit fünf Raketenstarts vorgesehen, um die gesamte Konstellation im Erdorbit auszusetzen.

Die Satelliten sollen in eine Resonanzbahn von 1:3 zwischen Erde und Mond gebracht werden. Während der Mond die Erde einmal umkreist, umkreist der Satellit die Erde genau dreimal, womit die jeweiligen Raumfahrzeuge eine Umlaufzeit von knapp über neun Tagen haben. Das soll der Mission eine hohe Stabilität bei geringem Treibstoffverbrauch bieten.

Raumfahrtsolidarität für Länder des Globalen Südens

An dem Projekt sind Länder des Globalen Südens beteiligt wie Thailand, Ägypten, Senegal und Indonesien(öffnet im neuen Fenster) sowie u. a. Serbien. Den nichtchinesischen Mitgliedern wurden unter anderem eine gemeinsame Kostenteilung oder die kostenlose Unterbringung von Nutzlasten sowie der Austausch wissenschaftlicher Daten angeboten, um damit auch Ländern des Globalen Südens die Teilnahme an der Weltraumforschung zu ermöglichen.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren globalen Partnern, um die kognitiven Grenzen des Weltraumuniversums der Menschheit zu erweitern", teilt der stellvertretende DSEL-Vorsitzende Hu Chaobin auf der Konferenz mit. Das Missionsteam ist zudem weiterhin offen für weitere internationale Beteiligungen. Der voraussichtliche Starttermin der C3-Konstellation soll um das Jahr 2030 herum erfolgen.


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