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C2i Semiconductors: Infineon kauft indisches KI-Start-up

Während Nvidia mit KI-Chips Milliarden verdient, droht der Kollaps im Stromnetz. Infineon kauft deshalb nach gut zwei Jahren das indische Start-Up C2i Semiconductors.
/ Achim Sawall
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Die Gründer von C2i Semiconductors (Bild: C2i Semiconductors)
Die Gründer von C2i Semiconductors Bild: C2i Semiconductors

Infineon plant die Übernahme des indischen Unternehmens C2i Semiconductors mit Sitz in Bangalore. Das hat der deutsche Hersteller von Leistungshalbleitern am 24. August 2026 bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster). C2i Semiconductors wurde von ehemaligen Topmanagern von Texas Instruments und anderen Konzernen gegründet, darunter CEO Ram Anant und CTO Preetam Tadeparthy, und ist im Bereich der vertikalen Stromversorgung für KI-Rechenzentren tätig.

C2i Semiconductors wurde Anfang 2024 von einem sechsköpfigen Team gegründet, ist auf softwaredefinierte Mehrphasen-Controller und Power Stages für Anwendungen in KI-Rechenzentren spezialisiert und hat keine eigene Fertigung (Fabless). Ziel seien "intelligente und skalierbare Stromversorgungsarchitekturen vom Netz bis zum Prozessorkern für KI-Server und High-Performance-Computing-Plattformen", erklärte Infineon.

Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet. Intel-Chef Lip-Bu Tan gehört zu den frühen Investoren der Firma.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Der Unternehmenswert lag bei der Übernahme schätzungsweise zwischen 150 und 300 Millionen US-Dollar.

Die Übernahme stärke Infineons Position "bei Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren und schafft ein neues Kompetenzzentrum für digitale Energietechnologien in Indien", sagte Adam White, Präsident bei Infineon Power Systems (PS). Infineon beschäftigt derzeit rund 2.800 Mitarbeiter in Indien.

C2i entwickelt Steuerungs-Chips, die Stromschwankungen von KI-Prozessoren bei abrupten Volllast-Sprüngen in Nanosekunden ausgleichen sollen. Durch die Platzierung direkt unter dem Chip soll verhindert werden, dass Hochleistungs-KI wie GPT oder Gemini aufgrund von Spannungsabfällen abstürzt.


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